Kirche Steiermark
Kleine Thérèse, großes Geschenk

Mit Eucharistischer Anbetung, Rosenkranz und Festmessen wurde in der Kirche der Karmelitinnen in Graz der Heiligsprechung der heiligen Thérèse vom Kinde Jesus (von Lisieux) vor 100 Jahren gedacht. | Foto: Karmelitinnen
  • Mit Eucharistischer Anbetung, Rosenkranz und Festmessen wurde in der Kirche der Karmelitinnen in Graz der Heiligsprechung der heiligen Thérèse vom Kinde Jesus (von Lisieux) vor 100 Jahren gedacht.
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Triduum bei den Karmelitinnen in Graz.

„Ich mache es wie die Kinder. Ich sage Gott ganz einfach, was ich ihm sagen will, er versteht mich.“ Thérèse von Lisieux (1873–1897), der diese Worte zugeschrieben werden, wurde vor 100 Jahren von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Aus diesem Anlass luden die Brüder und Schwestern des Karmel in Graz zu einer Dreitagefeier (Triduum) in der Kirche der Karmelitinnen ein. Eucharistische Anbetung, Rosenkranz und die drei Festmessen mit Novizenmeister P. Petar Janjić OCD, Prior P. Vedran Pavlić OCD und Kardinal Christoph Schönborn OP prägten die Tage vom 1. bis zum 3. Oktober 2025.

In seiner Predigt zeigte P. Petar den inneren Weg der kleinen Thérèse auf, von einem Blick auf Heiligkeit, die unerreichbar zu sein schien, hin zur Heiligkeit, die in Christus ganz einfach und für alle erreichbar ist. Er gab eine wunderbare Synthese ihres kleinen Weges, den sie selbst gerne und treffend mit den beiden Worten zusammenfasste: Vertrauen und Hingabe. „Du weißt es, o mein Gott, um dich auf Erden zu lieben, habe ich nichts als nur das Heute“, so die Ordensfrau, die 1897 im Alter von nur 24 Jahren zu Gott heimging.

Nächstenliebe. In seiner Predigt verglich P. Vedran das Leben der heiligen Thérèse mit dem Dienst der Schutzengel: Gott lieben, mitarbeiten am Heil der Menschen und dahingehend wirken, dass Gott geliebt werde. Kardinal Christoph Schönborn stellte in seiner Predigt die Frage nach ihrer Lehre, dessen Herzstück der kleine Weg ist. Schönborn, der selbst mitgearbeitet hatte am Dossier, das die Grundlage war für die Ernennung der heiligen Thérèse zur Kirchenlehrerin, unterstrich, dass der cantus firmus, die Grundmelodie ihres Lebens, die Liebe war – sich selbst zu vergessen und anderen Freude zu machen. Das Wort Jesu am Kreuz „Mich dürstet!“ wurde für sie der Inbegriff ihrer Berufung: Jesus die Seelen zu reichen, die er mit seinem Blut erlöst hat. Abschließend sagte er über die Heilige: „Sie, weil sie so in die Liebe Jesu versunken war, zieht die Menschen einfach an. Das ist das große Geschenk, das Gott uns gemacht hat mit der kleinen heiligen Thérèse.“

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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