Weltkirche
Hilfe unter Beschuss

Für „Frieden im Libanon“ (Bild) gingen Jugendliche kurz nach Kriegsausbruch auf die Straße. Die Gemeinschaft Sant‘Egidio hatte am 15. März zu einer spontanen Protestaktion in Rom aufgerufen. Seit 2. März herrscht im Libanon erneut Krieg.   | Foto: KNA
  • Für „Frieden im Libanon“ (Bild) gingen Jugendliche kurz nach Kriegsausbruch auf die Straße. Die Gemeinschaft Sant‘Egidio hatte am 15. März zu einer spontanen Protestaktion in Rom aufgerufen. Seit 2. März herrscht im Libanon erneut Krieg.
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Krieg im Libanon. In Hilfslieferungen bringt der Gesandte des Papstes humanitäre Hilfe und Solidarität.

Wir befinden uns in einer Kriegssituation, aber wir werden den Menschen weiterhin helfen.“ Mit diesen Worten wandte sich der Apostolische Nuntius im Libanon, Erzbischof Paolo Borgia, am 14. Juni an Radio Vatikan, nachdem der von ihm begleitete Hilfszug im Kriegsland Libanon unter Beschuss geraten war. Der aus 45 Lastwagen und Fahrzeugen bestehende Konvoi hatte Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff für drei christliche Dörfer im Südlibanon geladen und musste am 11. Juni aufgrund von Schusswechseln zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah seine Route ändern. Gemeinsam mit der Caritas und anderen katholischen Organisationen hatte der päpstliche Gesandte die Hilfe organisiert.

„Wir saßen alle im Auto, in einem langen Konvoi, der humanitäre Hilfsgüter verschiedener Art transportierte, vor allem Lebensmittel, Obst, Gemüse und Wasser sowie Medikamente und Treibstoff“, die nicht nur für die Bevölkerung von Debel nahe der Stadt Tyros, sondern auch für zwei weitere Dörfer, Ain Ebel und Rmech, bestimmt waren, erzählte Borgia im Interview. Einige der Waren seien auch für die Geschäfte in der Gegend bestimmt gewesen, für Landwirte und Viehzüchter. „Damit das Leben in den Dörfern irgendwie wieder ein wenig in Gang kommen kann“, so der päpstliche Gesandte. Aufgrund der laufenden Kriegshandlungen sei die Bevölkerung vom Rest des Landes abgeschnitten. Am 13. Juni hatte Israels Armee BewohnerInnen von 24 südlibanesischen Städten und Dörfern zum Verlassen ihrer Wohnorte aufgefordert. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf der Online-Plattform X, Betroffene sollten sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Kämpfern der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und deren Einrichtungen aufhalte, gefährde sein Leben.

Präsent sein. Nach dem israelischen Aufruf meldeten libanesische Sicherheitskreise heftige israelische Angriffe mit Kampfflugzeugen, Drohnen und Artillerie auf Ziele in den genannten Gebieten. Einige davon seien bereits vor der neuen Warnung nahezu menschenleer gewesen. Für diejenigen, die noch vor Ort sind, sei humanitäre Hilfe unerlässlich. Seit Anfang März habe es bereits 17 Konvois und drei Pastoralbesuche gegeben, berichtete Nuntius Borgia über sein Engagement. Es sei wichtig, vor Ort zu sein, „denn das gibt den Menschen die Möglichkeit, dort zu bleiben und zu überleben“. Allerdings gehe es nicht nur um materielle Hilfe. „Mit unserer Anwesenheit bringen wir die Präsenz des Papstes, der Weltkirche und der libanesischen Kirche mit, zusammen mit Nähe und Solidarität, denn die Menschen brauchen das Gefühl, verstanden und begleitet zu werden, umgeben von der Liebe der Kirche selbst.“

Quelle: Kathpress

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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