Schladming
Herzenssache Rettungsring

Ein Glied aus der großen Menschenkette in Schladming, die auf die Flüchtlingsschicksale aufmerksam machte. Von der Nordsee bis zum Mittelmeer schlossen sich Menschen solidarisch zum „Rettungsring“ zusammen.
  • Ein Glied aus der großen Menschenkette in Schladming, die auf die Flüchtlingsschicksale aufmerksam machte. Von der Nordsee bis zum Mittelmeer schlossen sich Menschen solidarisch zum „Rettungsring“ zusammen.
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Hand in Hand als Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen.

Unter dem Namen „Rettungsring“ wurde auch in Schladming ein Zeichen gesetzt. Mit einer Menschenkette machte man auf das Sterben von Flüchtlingen aufmerksam. Am Samstag, 18. September, um Punkt 12 Uhr zeigten 10.000 Menschen von Deutschland über Österreich bis Italien ihre Solidarität.

„300 Organisationen wirkten bei einer internationalen Rettungskette für Menschenrechte mit“, berichtet der Organisator des Rettungsrings Schladming, Diakon Hannes Stickler. Neben vielen Einheimischen waren an diesem schönen Spätsommertag auch viele Gäste da, etwa vom Netzwerk Menschenrechte Leoben. „Es ist notwendig, dass etwas geschieht und ordentliche Hilfe gegeben wird“, betont Ingrid Missethon aus Trofaiach. Sie reiste mit einer 40 Personen starken Gruppe an: „Wir sind bunt gemischt. Es sind sehr viele Asylberechtigte und Asylwerber, Leute aus Afghanistan, Syrien und Afrika.“ Missethon wünscht sich, dass die Menschen mehr Bewusstsein für Schutzsuchende entwickeln: „Egal, ob das jetzt das Lager in Moria oder die Seenotrettung ist. Wir haben Platz, wirklich viel Platz.“

Einer ihrer Begleiter ist der junge Afghane Nemadullah Temori, der seit vier Jahren in Trofaiach lebt. Er möchte ein Zeichen dafür setzen, dass Flüchtlinge nicht von vornherein für ihre Herkunft verurteilt werden. Um diese Botschaft nach außen zu tragen, wurde die Kette auch live in Schladmings hessische Partnerstadt Wetzlar übertragen. Besonders stolz ist Diakon Stickler auf die Grußbotschaften von 30 namhaften Persönlichkeiten, die bis 7. Oktober laufend veröffentlicht werden: www.diakonhannes.com

Um 12 Uhr bildeten die Anwesenden eine lange Kette vom Planaibogen bis zum Hauptplatz. Kleidungsstücke zwischen den Teilnehmenden standen symbolisch für jene, die nicht da sind und Hilfe brauchen. Auf dem Hauptplatz gab es abschließend Lesungen, Musik und Erfahrungsberichte von Schutzsuchenden. „Es ist keine populäre Geschichte, es ist eine wirkliche Herzensgeschichte“, resümierte Hannes Stickler.

Bernadette Danklmayer (gekürzt)

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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