Frischer Wind in der Bude

Zum leibhaftigen Beten in der Kirche bietet eine neue Broschüre der Diözesansportgemeinschaft ebenso Ideen wie für sportliche Aktivitäten und Übungen im Freien, bei denen spirituelle Erfahrungen im Mittelpunkt stehen, die das Leben bereichern.
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Mehr Sport in die Kirche bringen will die Diözesansportgemeinschaft mit neuen Initiativen. DSG-Obmann Georg Plank erzählt im Interview von aktuellen Offensiven.

Die DSG hat eine Ideenbroschüre zum Thema „Kirche und Sport“ herausgegeben. Was kann man darin entdecken?
Derzeit 36 mehr oder minder einfache Anregungen, wie jede Pfarre pastoral-sportlich aktiv werden kann. Wir hoffen, dass es laufend mehr werden, denn oft löst so eine Sammlung weitere kreative Ideen aus, die wir gerne sammeln und mit allen Interessierten auf unserer Homepage teilen. Die ersten Reaktionen zeigen, dass viele durch diese Broschüre überhaupt erst entdecken: Es gibt viele Möglichkeiten von Sport und Bewegung im kirchlichen Tun, und das ist eine große Chance!

Was verbindet Glaube und Sport besonders?
Zum einen das biblische Menschenbild: Jeder Mensch ist von Gott geschaffen, ja sein Ebenbild, und das in einer fantastischen leiblichen Einheit, die wir erst viel später in Körper, Seele und Geist aufgeteilt haben. In vielen spirituellen Traditionen wird leibhaft gebetet oder gehören „Körperübungen“ zur geistlichen Praxis einfach dazu. Heute erleben viele Menschen, egal ob kirchlich oder nicht, bei unterschiedlichen Sport- und Naturerfahrungen ebenfalls eine Tiefe und Transzendenz, die ihr Leben ausrichtet, verwurzelt und erhebt. Zum anderen legen wir Wert auf liebevolle Beziehungen, weil kein Mensch im Letzten allein das Leben bestehen kann. Ob wir es uns eingestehen oder nicht: Jeder und jede ist hochgradig verwundbar und auf Solidarität und Gemeinschaft angewiesen. Das kann auch durch sportliche Aktivitäten für alle Altersgruppen erlebt und eingeübt werden.

Wen möchte die DSG mit diesem Ideenpool ansprechen?
Diese Broschüre richtet sich in erster Linie an Pfarren und Seelsorgeräume. Wir merken ja, wie viele Engagierte darunter leiden, dass trotz vieler Bemühungen immer weniger Menschen erreicht werden können. Die Coronakrise verschärft diesen Abwärtstrend. Wir wollen ermutigen: „Versucht es doch mit einer unserer Ideen! Ihr werdet merken, dass Menschen gerne mitmachen, weil es ihr Leben bereichert!“ Pastoraltheologisch steht dahinter die Überzeugung: Eine Kirche, die existenzrelevant ist für die Menschen, die hat Zukunft. Wenn es dagegen vorwiegend um unsere Selbsterhaltung geht, können wir den meisten Menschen gestohlen bleiben!

Wie sieht die strategische Ausrichtung der DSG für die kommenden Jahre aus?
Wir starten drei Offensiven. Die eine ist die oben beschriebene, wo wir allen kirchlichen Playern mehr Lust zum Einbeziehen von Sport für ihre Ziele machen wollen. Die zweite geht in Richtung der großen Familie des Sports, in Österreich v. a. repräsentiert durch die großen Verbände. Wer weiß, dass ein Viertel der Bevölkerung Mitglied in einem der ca. 16.500 Sportvereine ist? Geplant sind z. B. gemeinsam mit der Sportunion der Aufbau eines regionalen Netzes von SportseelsorgerInnen. Am 13. Juni 2021 organisieren wir außerdem die erste steirische Sportwallfahrt nach Stift Rein mit Bischof Wilhelm Krautwaschl. Die dritte Offensive geht in Richtung Jugend. Allein in den letzten beiden Jahren sind fünf neue Jugendinitiativen entstanden. Da kommt frischer Wind in die Bude!
Wir wollen durch unser Tun bewusst über den „kirchlichen Tellerrand“ hinauswirken. Übrigens: Wer Lust bekommen hat, mitzumachen, ist herzlich dazu eingeladen!

Interview: Alfred Jokesch

Die Broschüre „Ideenpool Kirche und Sport“ kann im DSG-Büro kostenlos bestellt werden: Bischofplatz 2, 8010 Graz, Tel. (0 31 6) 80 41-238, E-Mail: info@dsg.at – Sie steht auch auf der Homepage zum Download bereit: www.dsg.at

Zum leibhaftigen Beten in der Kirche bietet eine neue Broschüre der Diözesansportgemeinschaft ebenso Ideen wie für sportliche Aktivitäten und Übungen im Freien, bei denen spirituelle Erfahrungen im Mittelpunkt stehen, die das Leben bereichern.
Georg Plank ist seit Mai 2019 Obmann der DSG. Der Theologe ist Begründer und Leiter des Projektes „Pastoralinnovation“.
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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