Weltkirche
Frieden wahren
- Austausch und Dialog pflegten auf der Vollversammlung des Katholischen Laienrats Österreichs (KLRÖ) am 8. November in Graz auch (v. l.) Klaudia Tanner, Bundesministerin für Landesverteidigung, Generalsekretärin der KA Steiermark, Anna Hollwöger, Sr. Roswitha Bauer und Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl miteinander. Neuhold
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Katholischer Laienrat. Wie geistige und militärische Landesverteidigung friedenssichernd zusammenwirken, war Thema in Graz.
Es ist notwendig, Dialog zu führen über unterschiedliche Auffassungen hinweg, und zugleich müsse das Bewusstsein gestärkt werden für die Grundlagen des Gemeinwesens. Zu dieser Erkenntnis kamen die Teilnehmenden an der Vollversammlung des Katholischen Laienrats Österreichs (KLRÖ) am 8. November in Graz.
Österreichweites Netzwerk. Der KLRÖ, die österreichweite Plattform der Gemeinschaften des organisierten Laienapostolats, sieht sich als Ansprechpartner der Bischöfe und bringt als solcher wichtige Fragen und Anliegen des Laienapostolats an diese heran. Der KLRÖ befasst sich mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen und Problemen, zu deren Lösungen aus christlicher Sicht er im Dialog mit den jeweils zuständigen Entscheidungsträgern beizutragen bereit ist. Der Plattform gehören eine Vielzahl unterschiedlicher Vereinigungen an, die im Sinne des Evangeliums freundschaftlich-versöhnlich zusammenarbeiten und so die Vielfalt katholischen Lebens repräsentieren.
In Graz stand am 8. November das Zusammenwirken von geistiger und militärischer Landesverteidigung im Fokus. Diskutiert wurde etwa die Rolle von Religion, Gesellschaft und Staat bei der Bewahrung von Frieden und Freiheit. Bundesministerin Klaudia Tanner und Sr. Roswitha Bauer von den Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul setzten dabei unterschiedliche Akzente im Spannungsfeld von militärischer und geistiger Verteidigung.
KLRÖ-Präsident Univ.-Prof. Wolfgang Mazal erinnerte zudem an die christlichen Wurzeln der europäischen Werteordnung: So sei die Anerkennung personaler Würde, von Gewaltenteilung und Menschenrechten, „Ergebnis jahrhundertelangen Ringens eines christlich geprägten Kontinents“. Aus der oft leidvollen Geschichte gelte es, „die Lehren für eine gute Gegenwart“ zu ziehen; sie sollte ermutigen, die daraus resultierenden Werte zu verteidigen, so Mazal.
Freiheit, Frieden und Gebet. Militärische Landesverteidigung diene dabei einzig dem Ziel, „Frieden und Freiheit zu bewahren“, betonte Verteidigungsministerin Tanner in ihrem Vortrag. Voraussetzung dafür sei ein gesellschaftliches „Mindset“ (dt.: Denkweise, Haltung), das den Wert der Lebensweise und ihrer Rahmenbedingungen erkenne und schütze.
Die Bedeutung des Gebets und des Vertrauens für den gesellschaftlichen Frieden hob Sr. Roswitha Bauer hervor. „Wer sich dem Einzelnen in Demut öffnet, trägt entscheidend zum friedlichen Zusammenleben bei“, so die Ordensfrau. Gebet stehe dabei nicht im Gegensatz zur militärischen Verteidigung, sondern ergänze sie. Beide Wege seien wichtig, um Frieden und Humanität in der Gesellschaft zu wahren, war man sich am Ende des Treffens einig.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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