Kirche Steiermark
Franziskus buchstäblich
- Vorlesetag in der Stadtpfarre Graz: (v. l.) Organisatorin
Gertraud Schaller-Pressler, vier Schülerinnen der Grazer Schulschwestern mit Religionslehrerin Helga Schreiber,
Br. Nikodemus und P. Andreas Holl von den Grazer Franziskanern und Organisatorin Daniela Felber. - Foto: Fedorova
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Vorlesetag mit Geschichten über Franz von Assisi.
Beim Österreichischen Vorlesetag am 26. März gab es vor und in der Grazer Stadtpfarrkirche die Möglichkeit, Geschichten von und über den heiligen Franz von Assisi zu hören.
So hatten etwa Schülerinnen des Oberstufen-Realgymnasiums Graz-Eggenberg gemeinsam mit ihrer Religionslehrerin Helga Schreiber Geschichten aus Kindheit und Jugend von Franziskus ausgewählt. Auf der Bank vor der Stadtpfarrkirche nahm auch Bruder Nikodemus von den Grazer Franziskanern Platz, um die Erzählung „Die Vollkommene Freude“ vorzustellen. Schwester Magda Schmidt von den Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis (Grazer Schulschwestern) zog mit dem „Wolf von Gubbio“ die Zuhörenden in ihren Bann. Das radikal Neue bei Franziskus stellte Franziskanerpater Willibald Hopfgartner anhand von Legenden vor: etwa, wie sehr er, der mit allen Menschen ohne Standesunterschiede zu sprechen pflegte, „eine völlig neue Form der Kommunikation“ einführte.
Die Bedeutung von Franz von Assisi im Heute zeigte die Umweltbeauftrage der Diözese, Eva Heidlmair, und wählte dazu Ausschnitte aus Hubert Gaisbauers Buch „Ein Brief für die Welt“. Franziskanerpater Rupert Schwarzl las Ausschnitte aus den Ermahnungen des hl. Franz, um mit den Zuhörenden ins Gespräch zu kommen.
Die spannende Geschichte „Wie der heilige Franziskus drei Raubmörder bekehrte…“, brachte die Franziskanerin Schwester Petra Rosenberger bildreich zu Gehör. Johannes Mindler-Steiner, Leiter des Afro-Asiatischen Instituts, entführte die Zuhörenden in den Orient: Mit der Erzählung über das Treffen von Franziskus mit Sultan Al Kamil anlässlich des V. Kreuzzuges rückte er das Friedensstiftende im Wirken des Heiligen in den Vordergrund. Stadtpfarrpropst Ewald Pristavec ließ den Lesereigen mit Bonaventuras berührender Schilderung des Sterbens und Todes von Franziskus ausklingen.
Mit den ausgewählten Texten erwachte Franziskus buchstäblich in vielen Facetten zum Leben. Dabei wurde deutlich, dass dieser große Heilige „allem und jedem positiv begegnete und bis heute wirkmächtig ist“.
Gertraud Schaller-Pressler
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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