Weltkirche
Erdbeben im Bürgerkrieg
- In Myanmar traf das Erdbeben auch Hilfseinrichtungen wie das Straßenkinderzentrum der Salesianer Don Boscos in Mandalay. Wie viele Hilfsorganisationen bitten auch sie um Spenden für Medikamente, sauberes Trinkwasser und Lebensmittel.
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Myanmar. Nach dem Erdbeben am 28. März lassen bewaffnete Gruppen nun Hilfe zu. Hilfsorganisationen bitten um Spenden.
Kein Wasser, kein Strom und Temperaturen, die bis über 40 Grad Celsius ansteigen“. Mit diesen Worten beschreibt Liu Chong, Mitarbeiter der Vereinten Nationen (UN) Myanmar, in einem ORF-Beitrag vom 30. März die Situation im südostasiatischen Land. Am 26. März hatte ein Erdbeben der Stärke 7,7 gemäß Richter-Skala den 57 Millionen-EinwohnerInnen-Staat erschüttert – selbst in Thailands Hauptstadt Bangkok bebte minutenlang die Erde. Mit Stand 1. April sind in Myanmar mindestens 2.000 Tote zu beklagen, Hunderte werden vermisst.
Epizentrum bei zweitgrößter Stadt. Internationale Hilfe gelangt derzeit noch kaum nach Myanmar; die Zahl der Toten wird immer wieder nach oben korrigiert. Die US-amerikanische Erdbebenwarte USGS befürchtet, dass die Zahlen 10.000 übersteigen könnten. „Es gibt keine professionellen Rettungskräfte, wir haben nur ein paar Kräne“, erzählt Li Bobo, der das Erdbeben überlebte und nun hilft, andere Verschüttete in Mandalay zu befreien. Die zweitgrößte Stadt des Landes mit mehr als 1,6 Millionen EinwohnerInnen liegt über dem Erdbebenzentrum und wurde besonders schwer getroffen.
Zerstörte Tempel und Papst-Gebete. Die Region um Mandalay gilt als Kernland des Buddhismus von Myanmar sowie als historisches Zentrum des alten Königreichs Birma. Durch das Erdbeben seien mehr als 80 historische Pagoden und Tempel zerstört worden, teilte die Untergrund-
regierung „National Unity Government“ mit. Allein durch den Einsturz eines Tempels in Mandalay kamen Berichten zufolge 80 buddhistische Mönche ums Leben. Im Vatikan trauert auch Papst Franziskus um die Opfer der Naturkatastrophe. In einem am 28. März veröffentlichten Kondolenzschreiben sicherte er allen Betroffenen Solidarität und Nähe zu. Er bete für die Toten, Verletzten und die Einsatzkräfte, hieß es.
Hilfe ermöglicht. Schon vor dem Beben war Myanmar durch Kämpfe zwischen Militärregierung und Rebellen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. JedeR vierte BewohnerIn lebe in Armut, heißt es laut UN-Flüchtlingshilfwerk. Etwa 3,6 Millionen Binnenflüchtlinge gibt es im Land, und schon vor dem 28. März waren rund 20 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Positives kommt aus den Reihen der Bürgerkriegsparteien: So wollen die Rebellen ihre Kämpfe gegen die Militärregierung vorerst einstellen und mit UN und Nichtregierungs-Organisationen zusammenarbeiten, um internationale Hilfe zu ermöglichen.Quelle: Kathpress, ORF
◉ Spenden: IBAN: AT33 6000 0000 9001 3423
Kennwort: Erdbebenhilfe Myanmar
Infos: www.donboscomissionaustria.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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