Weltkirche
Eins in Vielfalt

Von der African Catholic
Community bis zur ukrainisch-griechisch-katholischen Gemeinde: Elf Sprachgemeinschaften feiern im Salzburger Dom gemeinsam den Sonntag der Völker. | Foto: Naghshi/eds
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    Community bis zur ukrainisch-griechisch-katholischen Gemeinde: Elf Sprachgemeinschaften feiern im Salzburger Dom gemeinsam den Sonntag der Völker.
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„Auch nur eines dieser Kinder“. Mit diesem Motto lenkt Papst Leo XIV. den Blick auf die Verletzlichsten unserer Zeit.

Eine Kirche, viele Sprachen, unzählige Geschichten: Am 27. September feiert die katholische Kirche den Sonntag der Völker – heuer gemeinsam mit dem 112. Welttag der Migranten und Flüchtlinge. Der Tag erinnert an die Vielfalt der Kirche, die von Menschen unterschiedlichster Herkunft, Sprachen und Kulturen lebt. Gleichzeitig erinnert er an jene Millionen Menschen weltweit, die aufgrund von Krieg, Gewalt, Armut oder Umweltkatastrophen ihre Heimat verlassen mussten.

Das Motto des diesjährigen Welttags wurde von Papst Leo XIV. vorgegeben und lautet „Auch nur eines dieser Kinder“. Es greift ein Wort Jesu aus dem Matthäusevangelium auf: „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf“ (Mt 18,5). Im Fokus stehen besonders Kinder und Jugendliche, die von Flucht und Migration betroffen sind.

In seiner Botschaft erinnert der Papst daran, dass hinter Fluchtbewegungen keine Zahlen oder Statistiken stehen, sondern Menschen mit ganz persönlichen Lebensgeschichten. Gerade Kinder gehören zu den verletzlichsten Personen weltweit. Millionen von ihnen verlieren durch Konflikte, Verfolgung, Naturkatastrophen oder extreme Armut ihr gewohntes Umfeld, oft auch den Zugang zu Bildung, Sicherheit und familiärer Geborgenheit. Jedes Kind habe Hoffnungen, Träume und Talente und verdiene Schutz, Begleitung und echte Zukunftsperspektiven.

Angesichts von Aufnahmestopps und Abschiebequoten unterstrich Alexander Kraljic, Nationaldirektor der katholischen anderssprachigen Seelsorge in Österreich, die bleibende Würde jedes einzelnen Menschen unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus. ChristInnen dürften sich nicht damit abfinden, „wenn die Würde der Kleinsten und Schwächsten in der Gesellschaft bedroht ist, sei es durch Haltungen, Strukturen oder Gesetze“, so Kraljic.

Auch in Österreich möchte der Sonntag der Völker dafür sensibilisieren, Migration nicht nur als gesellschaftliche Herausforderung zu betrachten, sondern auch als Bereicherung. Wo Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam feiern, beten und einander begegnen, wird Weltkirche konkret erfahrbar.

Quelle: Kathpress, Redaktion: M. Wilbrink

Mitfeiern im Grazer Dom
In Graz wird der Sonntag der Völker am 27. September um 10 Uhr im Grazer Dom mit einem mehrsprachigen Festgottesdienst gefeiert. Gläubige verschiedener Sprachgemeinschaften gestalten die Liturgie gemeinsam und setzen damit ein Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt. Im Anschluss lädt eine Agape zur Begegnung und zum Austausch ein.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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