Mariazell
Dankbarkeit für gute Wallfahrtssaison trotz Pandemie.

Die erste Knappenwallfahrt gehörte zu den Höhepunkten der heurigen Wallfahrtssaison in Mariazell. Die Bergmusikkapelle Eisenerz trug die „Bergmannsmesse“ bei. | Foto: Kuss
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Eine Positiv-Bilanz zur zu Ende gehenden Wallfahrts- und Pilgersaison hat der Superior von Mariazell, P. Michael Staberl, gezogen. Die Wallfahrtssaison in Mariazell sei heuer für ein Pandemiejahr wieder „relativ normal“ verlaufen, so P. Staberl gegenüber Kathpress. „Wir sind froh und dankbar, dass wir wieder annähernd an das Jahr 2019 heranreichen mit der Fußwallfahrt.“ Unter diesem Aspekt habe man „nicht nachhaltig unter der Pandemie gelitten“.

Im Mai und Juni seien noch spürbar weniger Wallfahrende unterwegs gewesen. Das sei jedoch an der pandemiebedingt längeren Vorlaufzeit der Planung seitens der Pfarren gelegen. Zudem seien aus Ungarn und Polen weniger Menschen angereist. Wobei vermutlich weniger Menschen aus Polen eine Wallfahrt unternehmen, weil sie sich um geflüchtete Menschen aus der Ukraine kümmern, gab P. Staberl zu bedenken.

Es waren heuer wieder alle gewohnten großen Wallfahrten in Mariazell vertreten, darunter die Burgenlandkroaten, der Niederösterreichische Bauernbund oder die Steiermärkischen Straßenbediensteten, sogar eine Pferdewallfahrt gab es, berichtete P. Staberl. Belastend wirke sich indes der anhaltende Priestermangel aus. Durch die hohe Wallfahrerdichte würden dadurch oftmals priesterliche Begleitpersonen fehlen. Hoffnungsvoll blickt der Superior auf den in wenigen Wochen beginnenden Mariazeller Advent; er wünsche sich, dass dieser „heuer mit wenig Einschränkungen durch die Pandemie stattfinden kann“.
Zum Abschluss der Wallfahrtssaison sang bei einer Festmesse am 26. Oktober der Friedrich-Lessky-Chor die „Missa Cellensisi“ (Mariazeller-Messe) von Joseph Haydn.

Die Basilika von Mariazell ist der bedeutendste Wallfahrtsort in Österreich und der einzige mit dem Titel eines Nationalheiligtums im deutschsprachigen Raum. Mitte des im 12. Jahrhundert gegründeten Gnadenortes ist ein hölzernes Marien-Gnadenbild. Die Marienstatue wird als Magna Mater Austriae, als große Mutter Österreichs, verehrt.
Der Wallfahrtsort wird geistlich von Benediktinermönchen aus dem Stift St. Lambrecht betreut.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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