Kirche Steiermark
Auch kurze Leben hinterlassen Spuren
- Krankenhausseelsorger Martin Weirer leitete die Sammelbestattung von Sternenkindern am 9. September in Judenburg.
- Foto: Oblak
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Auf dem Friedhof Judenburg wurden Sternenkinder verabschiedet.
Seit 20 Jahren werden auf dem Judenburger Friedhof regelmäßig Sternenkinder verabschiedet. Vierteljährlich werden die sterblichen Überreste von Kindern, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind, im Rahmen einer Feier in einer Sammelurne im „Sternengrab“ beigesetzt.
Die ursprüngliche Initiative für diese Sammelbestattung für stillgeborene Kinder ging von den beiden Judenburger Krankenschwestern Judith Bärnthaler und Christa Oppeneiger aus, um verwaisten Eltern in der Obersteiermark eine wohnortnahe Grabstätte und einen Ort der Trauer zu bieten. Heute wird die Sammelbestattung von der Plattform „Wenn Lebensanfang und Lebensende zusammenfallen“ des Hospizvereins Steiermark koordiniert – in enger Zusammenarbeit mit den katholischen und evangelischen Kirchen, KrankenhausseelsorgerInnen, Hebammen sowie der Bestattung der Stadtwerke Judenburg.
Bei der Verabschiedung am 9. September waren es drei „Sternchen“. Krankenhausseelsorger Martin Weirer gestaltete die Feier. Berührend sind auch die Einträge im Sternenbuch: „Marie, du wirst immer das Schönste in unserem Herzen bleiben“, oder „Wir haben uns so auf dich gefreut und sind unendlich traurig“ und „Wir werden dich immer lieben.“
„Mittlerweile sind 390 Sternenkinder hier begraben“, erklärt Silvia Arlt von der Bestattung der Stadtwerke Judenburg. Langsam werden es weniger, da mittlerweile auch viele andere Friedhöfe Sternengräber eingerichtet haben – Orte für kleine Sterne.
Gertrude Oblak
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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