Weltkirche
Arabien betet
- Auf der Arabischen Halbinsel tragen zwei Gotteshäuser das Patrozinium Unsere Liebe Frau von Arabien: die gleichnamige Kirche in al-Ahmadi in Kuwait (Bild), die aus der 1948 errichteten Kapelle hervorging, sowie die 2021 geweihte Kathedrale in Awali nahe Manama, der Hauptstadt von Bahrain. Das Königreich ist u. a. Sitz der Fünften US-Flotte und ist vom aktuellen Konflikt zwischen USA, Israel und dem Iran betroffen.
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Nahost. Die Bischöfe der Golf-Region rufen auf – zu Besonnenheit und zu Gebet.
Man habe „alle Aktivitäten eingestellt“, erklärte der Apostolische Vikar von Nordarabien, Bischof Aldo Berardi, am 28. Februar gegenüber der römischen Nachrichtenagentur Fides angesichts der Welle von Gewalt in Ländern des so genannten „Nahen Ostens“. Er habe die Priester seines Vikariats eingeladen, sich zu einer Friedensmesse zu versammeln und die Gläubigen zu Ruhe, Gebet und strikter Beachtung staatlicher Sicherheitsanweisungen aufgerufen.
Angesichts der militärischen Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran und der Tötung von Irans Machthaber Ali Chamenei haben führende katholische Geistliche in der Golfregion eindringlich zu Gebet, Umsicht und Deeskalation aufgerufen. Nach iranischen Gegenangriffen in mehreren Staaten der Region zeigten sich die Apostolischen Vikare von Nord- und Südarabien zudem um die Sicherheit ihrer Gläubigen besorgt.
Sicherheit für Gläubige. Bischof Berardi wies alle Pfarrer und Rektoren an, „mit Umsicht und Verantwortungsbewusstsein geeignete Maßnahmen zu ergreifen“, um die Sicherheit der ihnen anvertrauten Gläubigen zu gewährleisten und besonders ältere, kranke und vulnerable Menschen im Blick zu behalten. Seinen Aufruf verband der Bischof mit einem Gebet zu Unserer Lieben Frau von Arabien, der Schutzpatronin der Region.
Ähnlich äußerte sich der Apostolische Vikar von Südarabien, Bischof Paolo Martinelli. In einer am 28. Februar verbreiteten Erklärung appellierte er an die Gläubigen, Ruhe zu bewahren und die Anweisungen der Behörden sorgfältig zu befolgen. „Vor allem ist es jetzt wichtig, dass wir im Gebet für den Frieden vereint bleiben“, betonte er und rief dazu auf, täglich den Rosenkranz für Frieden und Versöhnung zu beten und in allen Hl. Messen für Sicherheit und Stabilität in der Region zu bitten.
Auch aus dem benachbarten Irak kamen mahnende Worte. Der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, warnte vor den langfristigen Folgen einer erneuten militärischen Eskalation. Die Menschen in der Region trügen noch die seelischen und wirtschaftlichen Wunden früherer Kriege. „Der Nahe Osten braucht keinen weiteren Krieg.“ Jede neue Eskalation reiße alte Verletzungen wieder auf.
ChristInnen in Golfstaaten. Zum Vikariat Nordarabien gehören Bahrain, Kuwait, Katar und Saudi-Arabien; das Apostolische Vikariat Südarabien umfasst die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Jemen.
In den Golfstaaten lebt eine große Zahl katholischer ArbeitsmigrantInnen, insbesondere aus Asien. Die kirchlichen Strukturen sind stark auf seelsorgliche Begleitung und soziale Unterstützung ausgerichtet.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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