Kirche Steiermark
Altersarmut hat viele Gesichter

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Am 7. November fand im Festsaal des Augustinums die 16. Tagung der Reihe „Hochaltrigsein als Herausforderung“ des Arbeitskreises „Umfassender Schutz des Lebens – aktion leben“ in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk statt. Unter dem Titel „Altersarmut – Perspektiven für ein Alter(n) in Würde“ stand die oft übersehene und tabuisierte Frage im Zentrum, wie ein gutes und würdevolles Leben im hohen Alter gelingen kann, wenn die finanziellen Mittel knapp sind.

Günther Gettinger ist Experte für Altensozialarbeit. Bei der Hochaltrigentagung machte er deutlich, dass Altersarmut nicht nur ein ökonomisches Problem ist, sondern auch ein Prozess sozialer Ausgrenzung. | Foto: Neuhold
  • Günther Gettinger ist Experte für Altensozialarbeit. Bei der Hochaltrigentagung machte er deutlich, dass Altersarmut nicht nur ein ökonomisches Problem ist, sondern auch ein Prozess sozialer Ausgrenzung.
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Günther Gettinger, zertifizierter Supervisor und langjähriger Begleiter in der Altensozialarbeit, zeigte in seinem Vortrag die komplexen Lebenslagen älterer Menschen auf, die von Armut betroffen sind. Er beschrieb Altersarmut nicht nur als ökonomisches Problem, sondern als vielschichtigen Prozess sozialer Ausgrenzung. Not, Scham, Einsamkeit und das Gefühl, zur Last zu fallen, prägen häufig den Alltag. Entscheidend sei, so Gettinger, hinzusehen, Beziehung aufzubauen und Unterstützung nicht nur materiell, sondern auch menschlich zu gestalten.

In der anschließenden Podiumsdiskussion beleuchteten Nicola Baloch, Geschäftsführerin der VinziWerke Österreich, und Community Nurse Maria Williams die praktischen Herausforderungen im Alltag alter Menschen. Sichtbar wurde, dass Armut im Alter viele Gesichter hat: Wohnungsunsicherheit, Krankheit, soziale Isolation, aber auch die Sorge, Hilfe überhaupt anzunehmen. Besonders Frauen sind aufgrund unterbrochener Erwerbsbiografien und jahrzehntelanger Sorgearbeit häufiger betroffen.

Die Tagung machte deutlich: Ein würdevolles Altern braucht nicht nur politische Rahmenbedingungen, sondern auch soziale Aufmerksamkeit und solidarisches Miteinander – Räume, in denen Menschen gesehen werden und Würde spürbar bleibt.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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