Glaube
Einheit im Gebet

In der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen von 18. bis 25. Jänner kommen Menschen aller Konfessionen zusammen, um für Frieden, Gerechtigkeit und Gemeinschaft zu beten. | Foto: iStock
  • In der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen von 18. bis 25. Jänner kommen Menschen aller Konfessionen zusammen, um für Frieden, Gerechtigkeit und Gemeinschaft zu beten.
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Beten verbindet – über Konfessionen und Grenzen hinweg.
Die Weltgebetswoche 2026 lädt ein, gemeinsam für Einheit einzutreten.

Es ist die Basis einer Beziehung zu Gott und etwas, was alle Christinnen und Christen verbindet: das Beten. In der „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“ kommen auch heuer Menschen aller Konfessionen zusammen, um gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Einheit zu beten. ChristInnen überall auf der Welt erinnern sich an das Gebet Jesu für seine Jünger, „dass sie alle eins seien (…), damit die Welt glaube“ (vgl. Joh 17,21).

Verbindende Tradition
Die Wurzeln der „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“ reichen mehr als hundert Jahre zurück. Schon 1908 kamen erstmals ChristInnen zusammen, um mehrere Tage lang bewusst für Einheit zu beten. Aus dieser einfachen Idee ist im Laufe der Jahre eine weltweite Bewegung geworden. Seit 1968 wird die Gebetswoche jährlich gemeinsam vom weltweiten Ökumenischen Rat der Kirchen und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen organisiert.

Heute beteiligen sich jedes Jahr Kirchen unterschiedlichster Traditionen daran: katholische, evangelische, orthodoxe, anglikanische und viele andere. Gefeiert wird die Gebetswoche traditionell vom 18. bis 25. Jänner. In dieser Zeit treffen sich Menschen zu ökumenischen Gottesdiensten, Gebetsrunden oder Bibelgesprächen. Gemeinsam vorbereitete Texte und Gebete geben einen roten Faden vor, doch vor allem geht es um das Miteinander und um das, was uns ChristInnen trotz aller Unterschiede verbindet.

Armenien als Impulsgeber
Die Unterlagen für die Gebetswoche wurden dieses Mal von den Kirchen Armeniens vorbereitet, genauer von der Armenisch-Apostolischen Kirche, einer der ältesten christlichen Kirchen. Als erstes Land der Welt erklärte Armenien bereits im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion, maßgeblich geprägt durch das Wirken des Heiligen Gregor dem Erleuchter (257–331).

Als Leitgedanken wählten sie den Aufruf des Apostels Paulus an die Epheser: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (vgl. Eph 4,4). In diesem Abschnitt geht es darum, dass der Geist, der den Gläubigen gegeben wird, alle zu einem Leib verbindet, mit einem Glauben und einem Gott.
Auch in der Steiermark finden anlässlich der Gebetswoche ökumenische Gottesdienste und Gebetsangebote statt.

Maria Wilbrink

Mitbeten für Einheit
Beten verbindet – auch Sie können mitmachen! Bringen Sie Ihre eigenen Worte und Anliegen vor Gott, beten Sie für ChristInnen weltweit, besonders für Verfolgte.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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