Josefitag
Einfach traumhaft

Der Traum des hl. Josef, in dem ihm ein Engel das Kind Marias als vom Heiligen Geist empfangen deutet. Buchmalerei im Evangelistar Heinrichs II., um 1014.
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Das Fest des hl. Josef, 19. März, ist heuer ein Höhepunkt in dem vom Papst angeregten Josefs-Jahr.

Josef, von dir ist kein einziges Wort in der Bibel aufgeschrieben. Gerade deshalb hast du mir viel zu sagen. Denn du gibst mir keine Worte mit, die leicht zu Phrasen werden. Du sprichst durch das, was du gemacht hast. So kann ich dir etwas nachmachen.
Dein Namenspatron. Mit dir kehrt ein großer Name in der Bibel wieder. Josef wurde von seinen eigenen Brüdern nach Ägypten verkauft. Dort wurde er zum Retter der Nation. Er war es, der dem mächtigen Pharao klar machte, dass Wirtschaftswachstum nicht ewig andauert, dass nach sieben fetten sieben magere Jahre kommen. In den Hungerjahren hat er die Verteilung des Brotgetreides gemanagt und sich mit seinen Brüdern versöhnt. Mit dir taucht dieser Name wieder auf. Du hast die Vaterrolle übernommen für den Retter der Welt, der das wahre Brot gibt, von dem wir leben, und der die Welt mit Gott versöhnt.
Traum und Wirklichkeit. Noch etwas hast du mit deinem Namensvetter gemeinsam. Du hörst auf deine Träume. Aber du bist kein Träumer. Ich würde sagen, du bist traumhaft. In der Krise, als deine Verlobte schwanger war, aber nicht von dir. In der Lebensgefahr, in die das Kind geriet durch die Angst des Herodes vor Machtverlust. Im Traum wurde dir da klar, was wirklich los ist und was zu tun ist. Du bist kein Träumer. Du hast getan, was dir der Traum nahelegte. Ein Mann der Tat und der Wirklichkeit, der sich aber deswegen seiner Träume nicht schämt.
Mann des Aufbruchs. Das Weihnachtsevangelium beginnt damit, dass du mit der schwangeren Maria nach Betlehem ziehst. Als Mitbetroffener der politischen Verhältnisse, als Nummer in einer Steuerliste. Später brichst du von dort auf nach Ägypten. Als Flüchtling. Und nach einigen Jahren wieder nach Hause, in eine unsichere Zukunft. Du teilst Schicksale, die wir in unserer heutigen Welt nur zu gut kennen. Du stellst dich ihnen, stehst sie durch, bleibst aktiv. Und du brichst auch auf nach Jerusalem, als Pilger. Von dir hat Jesus das und wohl auch anderes gelernt, was zum Glauben gehört.
Mitten in der Arbeitswelt. Wir kennen deinen Beruf. Wir wissen nur nicht, ob wir ihn mit Zimmermann oder Bauhandwerker übersetzen sollen. Aber du stehst für die Arbeitswelt. In deinem Umkreis hat Jesus Arbeit und Lebensweise seiner Mitmenschen kennen und verstehen gelernt. So konnte er ihnen so von Gott erzählen, wie sie es brauchten.
Josef, von dir können alle lernen: ich selbst, die Kirche und unser Land, dessen Patron du bist.

Herbert Messner

Zum 19. März

Beten mit dem heiligen Josef

Sei gegrüßt, du Beschützer des Erlösers und Bräutigam der Jungfrau Maria. Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut, auf dich setzte Maria ihr Vertrauen, bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen.
O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater, und führe uns auf unserem Lebensweg. Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut, und beschütze uns vor allem Bösen.
Amen.
Gebet aus dem Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus zum Jahr des hl. Josef

Sankt Josef, du der Treue Bild, sei unser Schutz und unser Schild, bewahre unser Land vor Schaden, und mach es reich an Gottes Gnaden.
Gotteslob, Nr. 970/4

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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