Glaube
Besuch aus Fatima

Vor der aus Fatima angereisten Marien-statue betete Papst Leo XIV. um Frieden: „Fürsprecherin der Gnade, weise uns den Weg der Versöhnung und der Vergebung, stehe uns bei in Freud und Leid und erwirke uns das Geschenk des Friedens, das wir so sehr erflehen.“ | Foto: KNA
  • Vor der aus Fatima angereisten Marien-statue betete Papst Leo XIV. um Frieden: „Fürsprecherin der Gnade, weise uns den Weg der Versöhnung und der Vergebung, stehe uns bei in Freud und Leid und erwirke uns das Geschenk des Friedens, das wir so sehr erflehen.“
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Die ganze Menschheit vertraute Papst Leo XIV. Maria an. Zum Rosenkranz für den Frieden kam die Statue aus Fatima nach Rom.

Entwaffne deine Hand und noch zuvor dein Herz. Der Friede ist unbewaffnet und entwaffnend. Er ist keine Abschreckung, sondern Geschwisterlichkeit, kein Ultimatum, sondern Dialog. Er wird nicht als Ergebnis von Siegen über den Feind kommen, sondern als Ergebnis der Aussaat von Gerechtigkeit und mutiger Vergebung.“ Beim großen Rosenkranzgebet für den Frieden auf dem Petersplatz in Rom appellierte der Papst an Christen in aller Welt, sich in den Dienst des Friedens zu stellen und vollständig der Gewalt zu entsagen.

„Habt den Mut zur Abrüstung!“, rief Leo XIV. zehntausenden Menschen aus aller Welt zu und forderte sie auf, sich bewusst zu werden, „dass wir für keine Idee, für keinen Glauben und für keine Politik töten dürfen. Als Erstes müssen wir unser Herz entwaffnen.“ An dem Gebet nahmen Menschen aus allen Kontinenten teil. Speziell zu diesem Anlass war – auf einen noch von Papst Franziskus geäußerten Wunsch hin – die Marienstatue vom portugiesischen Wallfahrtsort Fatima nach Rom gebracht worden.

Papst Leo hat bei dieser Gelegenheit die von Kriegen bedrohte Menschheit erneut der Muttergottes anvertraut. Er vollzog diesen seltenen liturgischen Akt am Sonntag, dem 12. Oktober, nach der Messe zur Heilig-Jahr-Feier der marianischen Spiritualität. Dabei betete er: „Selige Jungfrau, Mutter Christi, unsere Hoffnung, deine fürsorgliche Gegenwart begleitet und tröstet uns in diesem Jahr der Gnade. In den Nächten der Geschichte schenkst du uns die Gewissheit, dass in Christus das Böse besiegt wurde und jeder Mensch durch seine Liebe erlöst ist. (...) Deinem Unbefleckten Herzen vertrauen wir die ganze Welt und die gesamte Menschheit an, besonders deine Kinder, die unter der Geißel des Krieges leiden.“

Die Marienerscheinungen von Fatima gegen Ende des Ersten Weltkriegs im Jahr 1917 werden traditionell mit dem Gebet um den Weltfrieden in Verbindung gebracht. Die Botschaft von Fatima ist daher auch eng verknüpft mit der Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariens. Der erste Papst, der die ganze Menschheit der Fürsprache Marias anvertraute, war im Weltkriegsjahr 1942 Pius XII. gewesen.

1984 wiederholte Papst Johannes Paul II. diesen Akt am Höhepunkt der atomaren Aufrüstung im Kalten Krieg. Dafür ließ er die Statue aus Fatima eigens in den Vatikan bringen und in deren Krone die Kugel einarbeiten, die ihn beim Attentat am 13. Mai 1981 verwundet hatte. Zum zweiten Mal reiste die Statue im Heiligen Jahr 2000 nach Rom. Damals, zur Jahrtausendwende, vertraute Johannes Paul II. die Zukunft der Menschheit der Gottesmutter an. Auch Papst Franziskus nahm 2013, im Jahr der Barmherzigkeit, in Anwesenheit der Marienstatue von Fatima eine Weihe der Welt an Maria vor. Leo XIV. griff diese Tradition nun auf.

Quellen: Kathpress/Vatican News

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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