Familie
Hinter der Pfarrhofmauer

Heimische Wildpflanzen direkt in der Natur bestimmen: Bei Kräuterspaziergängen erhalten die Teilnehmenden wertvolle Kräutertipps für Küche und Hausapotheke. | Foto: Paar
3Bilder
  • Heimische Wildpflanzen direkt in der Natur bestimmen: Bei Kräuterspaziergängen erhalten die Teilnehmenden wertvolle Kräutertipps für Küche und Hausapotheke.
  • Foto: Paar
  • hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion

Beim Spaziergang Kräuter als Geschenke Gottes wahrnehmen.

Das Interesse der Menschen an Kräutern und die Pfarren des Seelsorgeraumes Graz-Mitte passen gut in einem Projekt zusammen. Bei der Teilnahme an insgesamt vier Kräuterspaziergängen steht die Schönheit der Schöpfung Gottes im Mittelpunkt und man kann sich über die Schätze der Natur freuen.

Vielleicht fragst du dich manchmal: „Wie schaut es hinter der Pfarrhofmauer aus? Kann in diesem Innenhof etwas wachsen?“ Mitunter sind Pfarrgärten schwer zugänglich oder versteckt. In den letzten Monaten haben bereits sechs Pfarren ihre Tore geöffnet und uns willkommen geheißen. In den Pfarrwiesen wachsen verschiedene heilkräftige und wohlschmeckende Kräuter, Pflanzen und Bäume. Wir starteten in einer Pfarre, sahen uns Blüten und Blätter genau an, lernten über Heilwirkung und Zubereitungsmöglichkeiten. Dann waren wir gemeinsam unterwegs in die zweite Pfarre, um auch dort achtsam und staunend die Schönheit der Natur wahrzunehmen. In den Beeten und entlang von Zäunen erkannte man seltene Blumen aus Kindertagen wieder. So lernte eine an Kräutern interessierte Gemeinschaft die Natur an sehr schönen und geschützten Plätzen kennen – mit einem liebevollen und achtsamen Blick auf Gottes Werk.

Doris Maier

◉ Letzter Kräuterspaziergang: 13. August, Beginn: 16 Uhr, Haupteingang der Kirche Graz-St. Josef, Spaziergang nach Graz-Karlau. Die Teilnahme ist kostenlos.

Vorsicht, bitter!

Bitter wird immer beliebter – und das ist gut so. Bitterstoffe regen die Verdauungsorgane an und bringen unsere Verdauungssäfte zum Fließen. Für den Wermut-Sirup koche 1 Liter Wasser auf, stelle es beiseite und löse zirka 500 Gramm Zucker darin auf. Du kannst die Zuckermenge natürlich erhöhen oder sogar verringern – davon hängen Süße und Haltbarkeit ab. Sobald das Zuckerwasser ausgekühlt ist, füge den Saft einer Zitrone und Wermut dazu. Ich habe drei bis vier Zweigerln von gut 20 Zentimetern Länge genommen. Je nachdem, wie bitter du den Sirup magst, die Zweige entsprechend lange ziehen lassen. Am Ende nur noch abseihen und heiß in kleine Flaschen füllen.

Für Sie gelesen

Mein Kräutergartenjahr
Doris Maier, BoD Verlag

Das Buch macht Gartenneulingen Mut, die vielfältige Welt der Kräuter für Küche und Kosmetik auszuprobieren. Es ist für Kräuterkundige ein Ansporn, die gesundheitliche Wirkung von Kräutern für die eigene Hausapotheke zu nutzen und vermehrt in den Alltag zu integrieren.
Rezepte, Buchbestellungen und Infos zu Kursen der Autorin aus der Südsteiermark:
www.zuhauseimkraeuterglueck.at

Nachgedacht

Wir gehen vom Leben der Menschen aus
Der Seelsorgeraum ist der Lebensraum der Menschen, in dem neue Erfahrungen gemacht werden können. Ein starker Trend ist das große Interesse an Kräutern und an der Natur. Ein Kräuterspaziergang zu den Pfarrhöfen verbindet das Interesse der Menschen mit dem heutigen kirchlichen Leben.

Früher waren Klöster Orte, an denen Ordensleute Kräuter angebaut und vermehrt haben. In den Klöstern wurde das Wissen um die Heilwirkung gelernt und weitergegeben. Viele Kräuterbücher wurden verfasst, mit Skizzen und Zeichnungen ergänzt, aufbewahrt und vervielfältigt.
Vor nicht ganz 1000 Jahren hat die Äbtissin Hildegard von Bingen verschiedenste Kräuter mit den Heilwirkungen und Anwendungen beschrieben.

Heute werden die Pfarrgärten meist von Ehrenamtlichen bewirtschaftet und gepflegt.
Ein Anliegen des diözesanen Zukunftsbildes ist die Förderung von neuen Erfahrungsräumen von Kirche. Beim Kräuterspaziergang betreten wir neue, ungewohnte oder nicht vertraute Lebensräume. Dort darf man Gott im Heute begegnen – seine Schöpfung sehen, riechen und schmecken. Herzliche Einladung, mitzugehen!

Doris Maier
Dipl. Kräuterpädagogin, Referentin für Eheseminare im Familienreferat, Pfarrsekretärin.

Heimische Wildpflanzen direkt in der Natur bestimmen: Bei Kräuterspaziergängen erhalten die Teilnehmenden wertvolle Kräutertipps für Küche und Hausapotheke. | Foto: Paar
Doris Maier
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ