Aggsbach-Markt
Kapellen-Broschüren als Dokumentation für Zukunft

Pfarrgemeinderatsobmann-Stv. Franz Trinkl vor der Kapelle in Köfering.
  • Pfarrgemeinderatsobmann-Stv. Franz Trinkl vor der Kapelle in Köfering.
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Aggsbach-Markt. In der Rotte Köfering, die zur Pfarre Aggsbach-Markt gehört, befindet sich eine aus Ziegeln errichtetes Kapelle, in der eine Statue der Gottesmutter Maria steht. Dieses wird vorwiegend von der Familie Blauensteiner betreut; einmal jährlich wird dort im Sommer ein Gottesdienst gefeiert. Pfarrgemeinderatsobmann-Stv. Franz Trinkl berichtet, dass das Brunnstöckl, wie die Bevölkerung das Kleindenkmal nennt, aus dem Jahr 1825 stammt. Zumindest befindet sich diese Jahreszahl über der Nische.

In der Katastralgemeinde Köfering gibt es mehrere Plätze, wo die Bewohner „wie einst zu Jakobs Zeiten, von Gott Segen erfleht haben“ (vgl. Gen 28,20 ff.), erinnert Trinkl an das frühere große Vertrauen der Ortsbevölkerung zum dritten Erzvater der Israeliten. „Hier vor dieser Nische und Statue wollen die Köferinger auch in Zukunft zusammenkommen und sich, was sie von Gott brauchen, durch die Fürbitte der Gottesmutter erbitten“, heißt es in einer Chronik. Einst wurden am Weg, der zur Kapelle führt, auch drei Eichen gepflanzt sowie ein Wegkreuz errichtet.

Franz Trinkl erforscht seit zwei Jahren die Geschichten von 35 Kapellen, Wegkreuzen und Marterln in der Pfarre Aggsbach-Markt. Im kommenden Jahr möchte er dazu eine Broschüre herausgeben. Aber die Recherchen dazu würden sich als schwierig gestalten, erzählt der stv. Pfarrgemeinderatsobmann. Einerseits habe die Corona-Pandemie vieles verzögert, andererseits seien das Wissen um den Hintergrund und die Geschichte der Kleindenkmäler oftmals verloren gegangen. Auch in vielen anderen Pfarren bemühen oder bemühten sich zuletzt historisch interessierte Pfarrmitglieder darum, die Wurzeln ihrer religiösen Objekte zu erkunden. Ähnlich wie Trinkl untersuchen sie dafür Pfarr-, Gemeinde- und Familienchroniken oder alte Zeitungsartikel und befragen die Inhaber. Manche werden umfangreich fündig, andere haben weniger Erfolg. Franz Trinkl will mit der geplanten Broschüre der Bevökerung die Augen öffnen für die vielen christlichen Denkmäler in den Ortschaften der Pfarre. Diese Dokumentation soll auch dazu dienen, dass kommende Generationen um die „Glaubensschätze“ in ihrer Heimat Bescheid wissen.

„Kapellen – Marterl – Kreuze“ ist eine Kirche bunt-Reihe, in der Geschichten von Kleindenkmälern vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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