Fasching
Sachen zum Lachen aus unseren Pfarren

In vielen Pfarren hat der Fasching eine große Tradition: Pfarr-, Senioren- und Kinderfasching werden geboten, begnadete Priester halten grandiose Faschingspredigten und viele Scherze und fröhliche Anekdoten machen die Runde. Für „Kirche bunt“ erzählen Persönlichkeiten aus der Diözese humorvolle Erinnerungen oder einen heiteren Witz. Wir hoffen, dass Sie über so manche Pointe schmunzeln können.

Vor einigen Jahren kam ein junger Priester aus den Niederlanden, der erst mühsam Deutsch lernte, in eine Pfarre zur Aushilfe. Der kleine Ministrant hatte erst kürzlich seinen Dienst begonnen und war unsicher, wann er in der heiligen Messe mit der Glocke läuten solle. Der junge Priester gab ihm zu verstehen, er werde ihm einflüstern, wann er zu läuten habe. Beim Hochheben der Hostie (beim Einsetzungsbericht/Wandlung) blieb es zunächst still. Dem niederländischen Priester fiel das Wort für „Läuten“ nur in der Muttersprache ein und so flüsterte er dem kleinen Ministranten vernehmlich zu: „Bellen! Bellen!“ – worauf der Ministrant gehorsam reagierte und nicht läutete, sondern bellte: „Wau! Wau!“
Richard Tatzreiter, Regens des gemeinsamen Priesterseminars in Wien

Es war im Religionsunterricht in der 4. Klasse Volksschule in Maria Anzbach. Da erzählte ich den Kindern manchmal auch von meiner Kindheit, wie es da so war; was es da alles so gegeben bzw. noch nicht gegeben hat. Die Kinder waren sehr aufmerksam und neugierig und stellten dazu manch Fragen. Eine dieser Kinderfragen in diesem Zusammenhang blieb mir in Erinnerung. Da zeigte ein Bub auf und stellte folgende Frage: „Herr Pfarrer, als Sie so jung waren wie wir jetzt, haben da auch noch die Saurier gelebt?” – Etwas überrascht von dieser Frage, antwortete ich: „Nein, so alt bin ich doch noch nicht ...“
Erzdechant Pfarrer Wilhelm Schuh, Maria Anzbach

Als langjähriger Redakteur, Fotograf und Werbeaußendienstler bei „Kirche bunt“ durfte ich in 42 Jahren mehrmals über manch kurioses und oft lustiges Erlebnis bei meinen Besuchen in den Pfarrkanzleien schmunzeln.
Im Mostviertel, genauer gesagt im Pielachtal, fand ich bei einem nachmittäglichen Besuch einen offenen Pfarrhof vor. Der rührige und mittlerweile schon verstorbene Seelsorger war für sein offenes Haus bekannt und auch geschätzt. Ich versuchte es zuerst in der Pfarrkanzlei, die war außerhalb der Kanzleistunden natürlich verschlossen. Nachdem mich mit dem Pfarrer eine schon längere Bekanntschaft verband, war mein nächster Weg in den Wohnbereich des Pfarrhauses, wo ich – wie erwartet – offene Türen vorfand. Auf meine etwas lautere Frage „Ist jemand zu Hause?“ kam nach mehrmaliger Wiederholung die Gegenfrage „Wer ist’n do?“ Ich nannte meinen Namen und da war schon wieder die mir vertraute Stimme zu hören:
„I lieg in da Badewanne. Setz di daweil in die Küche und mach dir vom Kühlschrank a Bier auf!“ Ich folgte der Einladung, wartete aber mit dem Getränk, bis das Reinigungsritual des Hausherrn beendet war. Dass die Gestalt, die nach einiger Zeit in der Küche im weißen Bademantel erschien, nicht Udo Jürgens, sondern der frisch gebadete Pfarrer war, war nicht wirklich eine große Überraschung.

Ferdinand Bertl, bis zu seiner Pensionierung 42 Jahre Redakteur bei „Kirche bunt“

„Herr Pfarrer, darf ich heute zwei Stunden früher Schluss machen? Meine Frau will mit mir einkaufen gehen.“ – „Kommt ja überhaupt nicht in Frage, Herr Pastoralassistent!“ – „Vielen Dank Chef, ich wusste, Sie würden mich nicht im Stich lassen.“
Christine Plank, Betriebsseelsorgerin im Zentralraum Diözese St. Pölten

Es kommt ein Mann zum Fahrkartenschalter am Bahnhof und sagt: „Eine Fahrkarte nach Kärnten.“ Der Beamte fragt, wohin in Kärnten? Darauf der Mann: „Das geht Sie nichts an!“
P. Friedrich Frühwirth SDB, Amstetten

Gehen zwei Zahnstocher einen Berg hinauf, wo sie plötzlich von einem Igel überholt werden. Sagt der eine Zahnstocher zum anderen: „Hätte ich das gewusst, dass selbst hier hinauf ein Bus fährt, wäre ich mit dem gefahren.“
Claudia Teufl, Vorsitzende Katholische Jugend St. Pölten

Sepperl kommt völlig aufgelöst aus der Schule nach Hause, weil der Religionslehrer so mit ihm geschimpft hat. Seine Mutter fragt besorgt, was denn passiert sei. Sepperl sagt: „Der Herr Lehrer hat uns gefragt, was denn der liebe Gott ist.“ Ich habe geantwortet: „Der liebe Gott ist ein Seicherl.“ Die Mutter reagiert: „Aber Sepperl! Der liebe Gott ist doch der Schöpfer und nicht ein Seicherl.“ Darauf Sepperl: „Ich wusste ja, dass es mit dem Küchengeschirr zu tun hat.“
Reinhard Länger, Präsident Katholische Aktion St. Pölten

Zwei Personen fahren in einem Heißluftballon und verirren sich im Nebel. Sie sinken unter die Wolkendecke hinab und entdecken am Boden einen Mann. Einer ruft hinunter: „Wo sind wir?“ Antwortet der Mann am Boden: „In einem Ballon!“ Die beiden fahren ratlos weiter, da sagt der eine zum anderen: „Das war sicher ein evangelischer Superintendent. Er hatte eine laute Stimme, er hat die Wahrheit gesprochen und wir fangen nichts damit an!“
NÖ Superintendent Michael Simmer

Ein Pfarrer geht mit Hammer, Nagel und einem Plakat zur Ankündigungstafel, um dort die Termine und Verlautbarungen aufhängen zu können. Neben ihm steht ein Mann und schaut ihm zu. Der Pfarrer fragt ihn: „Wollen Sie sehen, was auf dem Plakat steht?“ Der Mann antwortete: „Nein, ich möchte hören, wie es klingt, wenn Sie beim Einschlagen des Nagels daneben hauen.“
Bischof Alois Schwarz

Von einer kleinen „süßen Sauerei“ berichtet die Jungschar der Pfarre Herzogenburg. Ein Faschingsgag ist, dass Jungscharkinder mit verbundenen Augen versuchen, süße Schwedenbomben dem Gegenüber in den Mund zu stecken. Das klappt natürlich meist gar nicht und diese Schwedenbomben landen oft in den Haaren oder an anderen Stellen.
Denise Rameder, Jungschar Pfarre Her-zogenburg

Ein Jesuit und ein Franziskaner essen gemeinsam. Als das Dessert serviert wird, nimmt sich der Jesuit das größere Stück. Der Franziskaner verärgert: „Uns hat der heilige Franziskus gelehrt, das kleinere Stück zu nehmen.“ Der Jesuit erwidert: „Na siehst du, genau das habe ich dir gelassen!“
Herbert Reisinger, Pfarrer von Jahrings, Schloss Rosenau und Marbach

Trifft der Katholische Männerbewegung-Vorsitzende die Katholische Frauenbewegung-Vorsitzende bei einer Katholischen Aktion-Versammlung. Fragt er: „Ich hab gehört, du hast schon drei Mal hintereinander im Lotto gewonnen. Wie hast du das gemacht?“ Lacht sie und sagt: „Ganz einfach, ich hab nach der Reihe die Ziffern von der Messliederanzeige genommen!“ Zwei Wochen später treffen sie sich bei der Fastenbesinnung im Dom, er sichtlich enttäuscht. „Ich habe es probiert, bei mir hat es nicht geklappt.“ Sie fragt interessiert: „In welcher Kirche warst du denn?“ „Bin extra nach Steinakirchen gefahren.“ Sie schlägt sich auf die Stirn: „Purgstall, nicht Steinakirchen! Dort kriegst du doch die Ergebnisse für die Bundesliga!“
Kathi Kratochwill, vom Vorsitzteam Katholische Frauenbewegung St. Pölten

„Humor ist eine Erscheinungsform der Religion, nur wer über den Dingen steht, kann sie belächeln“, sagt „Pater Brown“, jene literarische Figur, die von Gilbert Keith Chesterton erfunden wurde und uns durch die Verfilmungen mit Heinz Rühmann und später nochmals mit Ottfried Fischer lieb und schließlich legendär geworden ist. Im besten Sinne zeitlos. Im Fasching unbedingt nachschauen. Oder auch nachlesen.
Diesen Tipp gibt Friedrich Schipper, Leiter des „Laudato si“-Bildungshauses im Stift Zwettl

„Warum sperrt man in so manchen Kirchen die nahegelegenen Toiletten zu? Damit niemand austreten kann ...“
Johanna Hochauer, Pfarrsekretärin in Ybbs

Ein auswärtiger Theologe in Italien klopfte an der Tür des Nachbarn und sagte: „Voglio un figlio da te.“ (Ich möchte ein Kind von dir). Der Nachbar war über diesen Wunsch völlig perplex und antwortete: „Ich verstehe nicht, was du da meinst.“ Schließlich stellte sich heraus, dass der Theologe nicht sagen wollte „Voglio un figlio da te“ (Ich möchte ein Kind von dir), sondern „Voglio un foglio da te“ (Ich möchte ein Blatt Papier von dir). Dieser Wunsch war freilich leicht zu erfüllen.
Abt Pius Maurer, Stift Lilienfeld

Liegt ein toter Keks auf der Straße. Kommt Jesus vorbei und sagt: Leb-kuchen!
Martin Lahmer, Vorsitzender der Katholischen Jungschar St. Pölten

Ein kleines Mädchen wird während der Predigt unruhig. Der Pfarrer findet einfach kein Ende. Da dreht sich das Kind zur Mutter und fragt: „Was glaubst du: Lässt uns der Pfarrer gehen, wenn wir ihm das Opfergeld gleich jetzt geben?“
Monika Göbl, stv. PGR-Vorsitzende von Kollmitzberg

Bei einem Weihnachtsgottesdienst predigte ich und erinnerte in der Rolle als Vater, dass eine unserer beiden Töchter früher in der Nacht immer wieder rief: „Papa, hol mich!“, und ich holte sie in unser Bett. Dann nahm ich Bezug auf Jesus in der Krippe im Stall zu Betlehem. Auch Jesus ruft uns zu: „Hol mich in dein Herz, hol mich in dein Leben.“ Die Predigt kam gut an. Einige Tage später berichtete mir aber eine Bekannte, die eine Freundin zum Gottesdienst mitgenommen hatte, dass diese einigermaßen überrascht war. „Die Messe war ja sehr schön, aber dass der Pfarrer vorne steht und über die eigenen Kinder predigt, finde ich schon stark.“ Doch sie klärte sie auf: „Das war unser Diakon, und Diakone sind verheiratet und haben Familie.“
Josef Neuhold ist Ständiger Diakon der
St. Pöltner Pfarre Maria Lourdes

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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