Mit Johannes Kritzl
Generalvikar Weiss besuchte unsere indischen Priester
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Die Verhältnisse in der Weltkirche haben sich umgedreht: Entsandte Europa einst viele Missionare in den Globalen Süden, so wirken heute umgekehrt viele Priester aus Asien und Afrika bei uns. Generalvikar Christoph Weiss und Johannes Kritzl, Leiter der Abteilung Pastorales Personal, besuchten kürzlich die Heimat jener indischer Priester aus der Erzeparchie (Erzdiözese) Thalassery, die in der Diözese St. Pölten in den Pfarren arbeiten.
Lebendige Kirche
Der Generalvikar nennt beeindruckende Zahlen: 91 katholische Schulen gibt es in der Erzdiözese Thalassery, ca. 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind katholisch und besuchen den Religionsunterricht. Die doch etwas längeren Sonntags-Gottesdienste werden gut angenommen: 95 Prozent der Katholikinnen und Katholiken nehmen daran teil! Nach der Sonntagsmesse vertiefen 3.090 Katechisten mit 34.000 Kindern den Glauben. Im St. Joseph‘s Minore Seminary konzelebrierte Generalvikar Weiss erstmals im orientalischen (syro-malabarischen) Ritus. Den Gottesdienst feierten 60 Seminaristen mit. Die Diözese unterstützt den Bau eines neuen Gebäudes für das Seminar finanziell.
Besonders beeindruckt hat Weiss die Begegnung mit Erzbischof Mar Joseph Pamplany. Dieser lädt jedes Jahr jene Priester ein, die im Ausland wirken und auf Heimaturlaub sind, und jene, die neu geweiht wurden. Eingefädelt hat den fruchbaren Kontakt zwischen den Diözesen Thalassery und St. Pölten der Altenburger Benediktinerpater Robert Bösner. Als Geschenk erhielten Weiss und Kritzl u. a. Gedenkmedaillen des eucharistischen Wunders von Vilakkannur.
Die syro-malabarische Kirche ist eine eigene Kirche mit einem Großerzbischof an der Spitze, gleichzeitig ist sie dem Papst untersteht. In Indien leben rund 4,5 Millionen syro-malabarische Christen. Fotos (2): zVg
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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