Familie
Die Karwoche mit Kindern gestalten

Kinder lieben es, die Ostereier selber zu färben oder zu bemalen. Das Osterei ist ein Symbol für das Grab und für die Auferstehung Jesu: Von außen wirkt es kalt und tot, doch aus seinem Inneren erwächst neues Leben.
  • Kinder lieben es, die Ostereier selber zu färben oder zu bemalen. Das Osterei ist ein Symbol für das Grab und für die Auferstehung Jesu: Von außen wirkt es kalt und tot, doch aus seinem Inneren erwächst neues Leben.
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Die Vorbereitung auf das wichtigste Fest der Christen, Ostern, ist auch in der Familie eine besondere Zeit: Die Ferientage laden zum Basteln und Malen ein, aber auch dazu, sich auf den Leidensweg Jesu einzulassen.

Die Karwoche ist die Woche vor Ostern, die letzte Woche der Fastenzeit, beginnend mit dem Palmsonntag über Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag und dauert bis zur Osternacht. Die Kirche erinnert daran, warum und wie der Sohn Gottes gestorben ist.

Zur Palmsegnung gehen
Der Palmsonntag hat seinen Namen von den (Palm-)Zweigen, mit denen die jubelnde Menschenmenge Jesus in Jerusalem begrüßte. Die Kinder können ihre Palmbuschen in den Gottesdienst mitbringen und sie segnen lassen – oder man segnet sie selbst. Zuhause bekommen die gesegneten Palmzweige einen besonderen Platz, zum Beispiel auf dem Tisch, beim Kreuz oder an einem Bild.

Spannende Fortsetzungsgeschichte
Jede Kinderbibel enthält die Leidensgeschichte Jesu, seinen Weg von der Ankunft in Jerusalem bis hin zu Tod und Auferstehung. Diese biblische Erzählung enthält alles, was Kinder spannend und aufregend finden: Begeisterung, Freundschaft, Angst, Abschied, Verrat. Sie lässt sich einfach auf die Tage der Karwoche aufteilen und kann so als Fortsetzungsgeschichte (vor-)gelesen werden: Ankunft und Einzug in Jerusalem (am Palmsonntag), Erlebnisse in Jerusalem wie „Die Steuermünze“ (Mt 22,16–22), „Die Recht­sprechung Gottes“ (Mt 25,31–46) oder „Verschwenderische Liebe“ (Mk 14,3–9) von Montag bis Mittwoch, das Letzte Abendmahl, Verhaftung und Verurteilung durch die Hohepriester (am Gründonnerstag), das Todes­urteil des Pilatus und Jesu Tod am Kreuz (am Karfreitag), das leere Grab und die Auferstehung (Karsamstag abends oder am Ostersonntag) und die Erscheinung des Auferstandenen (Ostersonntag und Ostermontag). Das Vorlesen kann auch in eine kleine Familienfeier eingebettet werden: eine Kerze anzünden, ein Lied singen, ein kurzes Gebet.

Stille erleben
Für den Gründonnerstag bietet sich eine Stille-Übung an: Im Raum ist wenig Licht, alle sitzen im Kreis und schließen die Augen. Nun darf jemand ein ganz leises Geräusch machen (Kratzen auf dem Holz, Öffnen einer Türe, Klicken des Lichtschalters, Rücken eines Sessels, Papier zerknüllen …) und die anderen versuchen, das Geräusch zu erraten. Diese Übung hilft, still zu werden und genau hinzuhören.
Jesu Leid und unser Leid

In Erinnerung an den Tod Jesu kann man zur Todesstunde um 15 Uhr ein Kreuz aufstellen und eine Kerze anzünden. Weil Jesus auch unser Leid verwandeln kann, dürfen wir im Gebet unsere Sorgen, Misserfolge und Probleme vor Gott bringen – im Vertrauen auf den Auferstandenen. Wir können sie z. B. auf kleine Zettel schreiben und zum Kreuz legen.

Basteln und malen
Die Ferienwoche bietet sich an zum Basteln und Malen als Vorbereitung auf das Osterfest: Ostereier färben und verzieren, eine Osterkerze gestalten und ihr einen wichtigen Platz geben, Osterkarten basteln (eine Anleitung dazu finden Sie auf Seite 19) und verschicken, österliche Ausmalbilder herunterladen und anmalen, einen „Oster-Garten“ mit einem „Grab“ gestalten (Anleitung unter www.dioezese-linz.at).

Weitere Anregungen und Feier-Unterlagen:
www.dioezese-linz.at
www.familien-feiern-feste.at
www.kath-kirche-kaernten.at/images/down-
loads/karwoche-mit-kindern-feiern_1.pdf
https://0501.nccdn.net/4_2/000/000/038/2d3/Anregungen-f--r-die-Karwoche-mit-Kindern-daheim.pdf
www.youtube.com/watch?v=gEJOubNZ9NA

Autor:

Patricia Harant-Schagerl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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