Inge Friedl

Beiträge zum Thema Inge Friedl

Geschichtliches & Wissen

"Wie's Leben früher war" von Inge Friedl
Vom Fleiß der Frauen und harter Arbeit

Betrachten wir das Foto. Wir sehen ein älteres Ehepaar, Bauersleute, die gerade von der Hausbank aufgestanden sind. Es ist Feierabend, der Mann gönnt sich eine Pfeife. Die Frau scheint nur kurz von ihrer Strickarbeit aufzublicken, gleich wird sie am Socken weiterarbeiten. Was ist hier so besonders? Dieses Bild erzählt vom Fleiß der Frauen, den eine Bäuerin mir so erklärte: „Frauen sollten früher niemals untätig sein, niemals die Hände in den Schoß legen.“ Selbst in der Freizeit, also am...

  • 22.04.26
Bewusst leben & Alltag

Wie's Leben früher war
Heiraten im Fasching

Wer alte Hochzeitsfotos aus dem bäuerlichen Bereich betrachtet, wird feststellen, dass das Brautpaar und die Hochzeitsgäste oft winterlich angezogen sind. Das liegt daran, dass die Faschingszeit nicht nur die Zeit der Narren war, sondern auch viele Ehen in diesen Wochen geschlossen wurden. Der Zeitpunkt passte hervorragend: Das Tanzen war nach der Adventzeit wieder erlaubt und auch die Arbeit machte im Winter eine kleine Pause. Große Bauernhochzeiten waren eine willkommene Gelegenheit, endlich...

  • 04.02.26
Geschichtliches & Wissen

"Wie's Leben früher war" von Inge Friedl
Der Advent als Wartezeit

Viele von uns kennen dieses Lied. Es hat vier Strophen, so viele wie Kerzen am Adventkranz. Lied und Kranz helfen uns, die Wartezeit bis Weihnachten zu gestalten. Doch halt, wer „wartet“ noch auf die Festtage, außer die Kinder vielleicht? Der Dezember ist heute wohl der turbulenteste Monat im Jahr mit der größten Hektik. Es gilt, die Zeit bis Weihnachten ohne allzu viel Stress irgendwie zu überstehen, und man fragt sich, wie konnte jemals der Advent als stillste Zeit im Jahr bezeichnet werden?...

  • 10.12.25
Geschichtliches & Wissen

Dinge mit Geschichte(n) von Inge Friedl
Die Schuhe

Kaum war es im Frühjahr warm genug, gingen Kinder früher barfuß. „Bloßfüßig“ zu gehen war nicht unbedingt ein Zeichen für Armut. Im Sommer gingen alle Kinder, außer am Sonntag zur Kirche, immer ohne Schuhe. Durch das ständige Barfußlaufen waren die Fußsohlen unempfindlich geworden und man spürte weder steinige Wege noch Stoppelfelder. In erster Linie liefen die Kinder barfuß, um die kostbaren Schuhe zu schonen. Da Geld oft Mangelware war, wurden Kleidung und Schuhe nur für die ältesten...

  • 19.06.24
Geschichtliches & Wissen

Dinge mit Geschichte(n) von Inge Friedl
Zapfen, Moos und viel Fantasie

Zur Kindheit am Land gehörte früher in jedem Fall das „Zapfen-Spiel“. Eine Bäuerin erinnert sich: „Aus dem Wald haben wir uns Fichtenzapfen geholt, das waren unsere Viecherln, die Kühe, die Kalben und die Ochsen. Aus Steinen haben wir Mauern für den Stall gemacht. Der Weidezaun waren ein paar gelegte Äste. Und so haben wir gespielt: Die Kühe gehen auf die Weide. Dann kommen sie wieder in den Stall zurück.“ Mit nichts als Zapfen, Moos, Holz und Ästen entstand so ein kompletter Bauernhof mit...

  • 08.05.24
Geschichtliches & Wissen

Lichtmess
Von Kerzenlicht und Petroleumlampe

Vor einigen Jahren war ich bei einer älteren Frau im Ennstal zu Gast. Es war Winter, wir saßen in ihrer Küche, es wurde langsam dämmrig und sie machte keine Anstalten, das Licht einzuschalten. Mir kam das merkwürdig vor, bis es schließlich auch mir „dämmerte“. Es war für diese Frau völlig natürlich, auch einmal eine Zeitlang das Halbdunkel auszuhalten. Sie war noch in einer Zeit ohne Strom aufgewachsen. Von klein auf war sie es gewohnt, dass es nicht immer beinah „taghell“ war. Gearbeitet wurde...

  • 31.01.24
Serien

Dinge mit Geschichte(n) von Inge Friedl
Der Löffel unter'm Tisch

Der Gegenstand, vom dem ich heute erzählen will, ist nur mehr in der Redewendung „den Löffel abgeben“ gegenwärtig. Viele wissen, dass dies „sterben“ bedeutet, haben aber keine Ahnung, wie es zu dieser Redewendung kam. Machen wir eine kleine Zeitreise zu einem Bauernhof, sagen wir in die 1950er Jahre. Die Bäuerin ruft zum Mittagessen. Bauersleut’, Dienstboten und Kinder stellen sich zum Tisch, um zu beten. Mit dem „Amen“ setzen sich alle auf ihre Plätze. Das Essen wird in einer großen Schüssel...

  • 01.03.23

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ