Ostersonntag - 20. April 2025
Meditation
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Weil Jesus lebt
„Weil Jesus lebt, habe ich Vertrauen
Weil Jesus lebt, ist fort die Angst
Ja weil ich weiß, Er kennt die Zukunft,
hat es doch Sinn zu leben, grade weil Er lebt“
(Lied, Autor unbekannt)
Man könnte auch sagen: Weil Jesus lebt, habe ich Hoffnung. Weil Jesus lebt, ist die Verzweiflung fort. Ohne Ostern gäbe es keine Hoffnung – wie Paulus im ersten Korintherbrief schreibt (siehe links). Denn warum würden wir an einen Gott glauben, der den Fluch der Menschheit – den Tod – nicht überwinden kann? Ohne die Auferstehung wäre Jesus nur ein Märtyrer – gestorben für seine Überzeugungen.
Doch Jesus lebt. Die Frauen am Grab, die Jünger auf dem Weg nach Emmaus, Thomas mit seinen Zweifeln – sie alle begegnen dem auferstandenen Christus und erfahren: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Was für Menschen unmöglich scheint, ist bei Gott möglich.
Und weil er den Tod überwunden hat, darf auch ich wissen: Für mich gibt es Leben – über den Tod hinaus. Und nicht nur das: Weil Jesus am Kreuz für meine Schuld gestorben ist, kann ich jetzt schon in Gemeinschaft mit ihm leben – ein Leben in Beziehung zu Gott: versöhnt, getragen, geliebt. Ein Leben, das nicht auf meiner Leistung beruht, sondern auf seiner Gnade.
Ostern bedeutet nicht, dass das Leid aus unserem Leben verschwindet. Aber es bedeutet, dass Leid und Tod nicht das Ende sind. In einer Welt voller Zerbruch, Kriege und Ohnmacht erzählt Ostern eine andere Geschichte – von Hoffnung, die bleibt.
Gott ist mittendrin gegenwärtig. Und es gibt eine Kraft, die stärker ist als
alles, was uns niederdrückt – stärker als Angst, Schuld, Zweifel oder Tod.
Es ist die Kraft der Auferstehung.
Ostern ist die Hoffnung schlechthin – ein Neuanfang. Der endgültige Sieg über den Tod. Es bedeutet: Kein Schmerz hat das letzte Wort. Kein Scheitern. Keine Schuld. Kein Abschied. Was auch immer in unserem Leben geschieht – solange wir uns in Gottes Hand wissen, gibt es nichts, das uns aus dieser Geborgenheit herausreißen kann.
Weil Jesus lebt, gibt es Hoffnung.
Auch für mich. Auch heute. Auch mitten im Dunkel.
Maria Wilbrink
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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