Heilige Alltagshelfer |Teil 11
Heilige unterwegs
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Diese Heiligen waren bereit, die Extrameile zu gehen – für den Glauben und für andere Menschen.
Hl. Jakobus
Gedenktag: 25. Juli
Darstellung: als Pilger
Attribute: Evangelienbuch, Muschel, Stab
Patron: PilgerInnen, Spanien, Seeleute, ApothekerInnen
Jakobus war einer der ersten Jünger Jesu – ein Fischer, ein „Donnersohn“, ein Mann mit Feuer. Er gehörte zu Jesuʼ engstem Kreis, war bei der Verklärung und in Getsemani dabei. Er starb früh: Herodes Agrippa ließ ihn 43 enthaupten. Doch seine Geschichte ging weiter. Legenden erzählen, dass seine Gefährten seinen Leichnam nach Spanien brachten, wo das Grab vergessen wurde – bis es sich dem Eremiten Pelayo auf einem „Sternenfeld“ (Compostela) zeigte. Dort entstand Santiago de Compostela, einer der größten Wallfahrtsorte Europas und Jakobus wurde zum Patron der PilgerInnen. Seit dem Mittelalter kommen Menschen aus der ganzen Welt zu seinem Grab und gehen den Jakobsweg.
Hl. Franz Xaver
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Gedenktag: 3. Dezember
Darstellung: als Pilger oder Mönch
Attribute: Kruzifix, Lilien, flammendes Herz
Patron: Mission, Presse, Seeleute
Franz Xaver war ein junger Baske, der eine glänzende akademische Laufbahn vor sich hatte. Er wollte in Paris Professor werden und war ehrgeizig und brillant. Doch als er 1541 Ignatius von Loyola begegnete, änderte sich sein Leben radikal. Statt Hörsälen erwarteten ihn fortan Schiffe, Häfen und unbekannte Küsten.
Franz Xaver begann eine Reise, die ihn weiter führte als die meisten Europäer seiner Zeit. Er predigte unter Fischern in Goa, lebte in Dörfern an der indischen Küste, reiste weiter nach Malaysia und wagte schließlich den Schritt nach Japan. Dort lernte er Sprache und Kultur und versuchte den christlichen Glauben zu übersetzen.
Sein letzter Traum war China. Doch auf dem Weg dorthin starb er erschöpft auf der Insel Sancian – allein, aber mit Blick auf das Land, das er noch erreichen wollte.
Hl. Kolumban
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Gedenktag: 9. Juni
Darstellung: als Mönch
Attribute: Taube, Buch, Stab
Patron: Dichter Irlands; gegen Feuergefahr, Blitz, Ratten- und Mäuseplage
Kolumban wurde um 540 als „Crimthann“ in eine adelige irische Familie geboren. Er war nicht nur Mönch, sondern auch Dichter, Künstler und reisender Sänger – deshalb nannte man ihn Columcille, die „Taube der Kirche“.
563 verließ er Irland „um Christi willen“ und segelte mit zwölf Gefährten in die Fremde. Auf der Insel Iona gründete er ein Kloster, das zu einem geistigen Kraftzentrum wurde. Von hier aus begann die Christianisierung in Schottland und später in Northumbrien. Kolumban war Abt, Lehrer und politischer Vermittler – er beriet Könige, nahm an wichtigen Versammlungen teil und prägte das frühe Mönchtum mit seiner Verbindung aus Askese und Bildung.
Kolumban starb der Überlieferung nach kurz vor der Frühmesse auf Iona. Von dort aus verbreitete sich seine Verehrung über Irland, Schottland und ganz Europa.
Maria Wilbrink
Ein Heiliger, viele Daten...
In der christlichen Tradition haben Heilige oft mehr als einen Gedenktag. So feiern manche Kirchen den Todestag, andere die Übertragung von Reliquien oder lokale Feste. Ein Beispiel ist Elisabeth von Thüringen: KatholikInnen weltweit begehen ihren Gedenktag am 17. November (ihrem Todestag), im deutschsprachigen Raum – also auch in Österreich – ist es der 19. November (Tag ihrer Beisetzung).
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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