Ich glaube – ja. Religionsunterricht im Fokus | Teil 6
Hat das etwas mit mir zu tun?

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Das Interview mit Franz Hackstock BEd führte RgR Mag. Andreas Gieferl, Fachinspektor für katholische Religion.

Spielen aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen eine Rolle in deinem Unterricht?
Hackstock: Natürlich! Das Leben der SchülerInnen und ihr Glaube bilden sozusagen die Mitte des Religionsunterrichtes. Alles, was im Hier und Jetzt eine Rolle spielt, wird von uns gemeinsam aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet – ob das die aktuelle Klimadiskussion ist oder die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes über die aktive Sterbehilfe. Wichtig erscheint mir dabei, dass die SchülerInnen merken, dass deine Argumente sich an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition orientieren. Alles, was du sagst, muss vom Herzen kommen. Nur dann kannst du auch ihr Herz berühren.

Womit kannst du deine SchülerInnen am meisten begeistern?
Unsere SchülerInnen stehen voll im Berufsleben und werden ziemlich gefordert. Ihr Leben wird gerade neu geordnet. Da gibt es viele Ängste, Sorgen, Hoffnungen, aber auch Glaubensfragen. Hier bietet der Religionsunterricht, für den sich die SchülerInnen auch anmelden müssen, eine willkommene Abwechslung im Schulalltag. Zu den Highlights gehören sicher die Vorbereitung auf traditionelle Feste wie die Adventkranzsegnung oder der Weihnachtsgottesdienst. Musik spielt dabei auch eine wesentliche Rolle.
Gibt es auch kritische Stimmen zum Religionsunterricht?
Die wird es immer geben. Aber die Anmeldezahlen für den Religionsunterricht an den Berufsschulen sprechen eine deutliche Sprache: Es gibt einen hohen Zuspruch. Die Phase des distance-learnings hat gezeigt, dass unsere Arbeit auch von den Eltern sehr positiv aufgenommen wird. Eine Mutter hat sich besonders bei mir bedankt, dass ich mich so intensiv um die Anliegen ihrer Kinder bemüht habe. Das tut natürlich gut und lässt mich positiv in die Zukunft blicken.

Franz Hackstock ist an der Landesberufsschule Bad Gleichenberg als Religionslehrer tätig und ist Diözesaninspektor für Religionsunterricht an Berufsschulen.

Der konfessionelle Religionsunterricht ermöglicht intensive Auseinandersetzung und Begegnung mit dem eigenen kulturellen und religiösen Erbe, das ein prägender Bestandteil der abendländischen Kultur und Geschichte ist.

Aus den „10 Thesen zum konfessionellen Religionsunterricht, Schulamt Graz-Seckau“.

ÜBRIGENS: Was ReligionslehrerInnen sagen

„SchülerInnen brauchen zur Unterstützung auf ihrer Sinnsuche im Leben Wurzeln, die ihnen Halt und Sicherheit geben.“

„Religionsunterricht ist eng mit unserer Kultur verbunden. Beides gehört zur
Allgemeinbildung.“

„Die Förderung sozialer und personaler Kompetenz ist wesentlich für die SchülerInnen in ihrer konkreten Lebenswelt – besonders im Hinblick auf den Einstieg ins Berufsleben.“

„Das Kennenlernen und Verstehen von religiöser Kunst, Kultur und Brauchtum in unserem Land ist ein Beitrag zur Allgemeinbildung.“

„Der Religionsunterricht schafft Orientierung. Hier können gemeinsam Antworten auf Sinnfragen gefunden werden.“

„Warum RU? Um mit dem Leben und was es bringt besser umgehen zu können und hinter das Sichtbare schauen zu können.“

Alle Teile der Serie  - Ich glaube – ja. Religinsunterricht Fokus

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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