Mit Tieren leben | Geschichten
Die Geschichte von einem Mann, dessen Namenspatron Franz von Assisi ist.

Dieser Mann, von Beruf Fleischer, konnte so gar nichts mit unseren tierischen Wegbegleitern anfangen. Seine Arbeit war es meist, das Leben der Tiere zu beenden und wunderbaren Schinken daraus zu machen. Er hatte gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin zwei Kinder, die mochten alle Arten von Tieren. Besonders gerne hätten sie eine Katze gehabt, doch Papa erlaubte dies nicht.
In der Siedlung, in der die Familie wohnte, gab es einen Kater. Er hatte kein richtiges Zuhause und so streifte er tagtäglich durch die Siedlung, in der Hoffnung, bei der einen oder anderen Familie einen Leckerbissen zu bekommen.
Die beiden Kinder mochten den Kater sehr und versorgten ihn  immer wieder mit Futter.
Eines Tages erfuhren die Kinder, dass der Kater verletzt durch die Siedlung irrte. Sofort machten sie sich auf die Suche nach „Ihrem Liebling“. Behutsam nahmen sie ihn mit nach Hause und verbanden liebevoll sein verletztes Vorderbein. Dann richteten sie ihm ein Nachtlager im Freien, denn im Haus durfte er nicht bleiben. Papa mochte keine Katzen. Doch der Kater streifte den Verband ab, um sich seine Wunden zu lecken. Das Vorderbein sah gar nicht gut aus und so fuhr Mama am nächsten Tag mit dem verletzten Kater und den beiden Kindern zur Tierärztin im Ort. Sie war sehr bemüht und versuchte alles  Mögliche, um dem Kater zu helfen. Dann erklärte sie, dass das Vorderbein amputiert werden muss, weil die Verletzung zu schwer ist. Der aktive Tierschutz erklärte sich bereit für die Kosten aufzukommen. Aber dieser liebenswerte Kater bräuchte hinterher einen guten Platz, wo er bleiben kann. Jemand, der ihn ins Haus nimmt, der ihn versorgt, der ihn pflegt, bis die Wunden verheilt sind. Sollte sich niemand finden, so würde er eingeschläfert, um ihn von seinen Schmerzen zu erlösen. Die beiden Kinder waren sehr traurig, denn sie wussten, Papa mag keine Katzen. Auch ihre Mama war traurig. Der Kater durfte die Nacht in der Tierarztpraxis verbringen. Am nächsten Tag sollte über sein Schicksal entschieden werden. Die beiden Kinder und ihre Mama fassten sich ein Herz und baten Papa, ob der Kater bei ihnen ein gutes Plätzchen bekommen könnte. Als der Mann erfuhr, dass der Kater sonst eingeschläfert wird, hatte er Mitleid, und erlaubte den Kindern, dem  Kater ein neues Zuhause zu geben. Der Kater war dieser Familie unendlich dankbar und begleitete sie fortan überall hin. Auch das Herz des Mannes eroberte er mit seinem liebevollen Schnurren. Der Kater kam wunderbar mit seinem Handicap zurecht und durfte noch einige schöne Jahre im Kreis dieser Familie verbringen, ehe er altersbedingt verstarb.
Die Familie hat danach ein kleines „Findlingskatzenbaby“ aufgenommen, und diesem ein liebevolles Zuhause geschenkt. Später gesellte sich noch ein verletzter Kater dazu, dem wieder das Vorderbein amputiert werden musste. Diese beiden Kater leben nun gemeinsam mit der Familie und bereichern das Leben Aller.
Der Mann hat seinem Namenspatron alle Ehre gemacht.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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