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Sorge um die Zukunft der Kirche
In immer neuen Runden werden die Pfarren zusammengelegt: Zuerst die Pfarrverbände mit zwei bis drei Pfarren, dann die „Seelsorge“-Räume (SR) mit fünf bis acht Pfarren, und jetzt werden sogar SR zusammengelegt. Dieser Ausverkauf der Kirche bedeutet einen Verlust an Relevanz und Nähe zu den Menschen. Die gigantische Größe dieser „Seelsorge“-Einheiten hat das menschliche Maß längst überschritten und führt zu einer Dinosaurierkirche. Die neuen Strukturen verstärken die Männerkirche (Frauen sind immer an zweiter Stelle) und den Klerikalismus: Wer geweiht ist, hat das Sagen. Berufung aus Taufe und Firmung sowie Fortbildung und Engagement genügen nicht. Auswege: Henri Boulad forderte schon vor 40 Jahren, „die Kirche den Laien (Getauften) anzuvertrauen“. So hat Kirche Zukunft.
em. Pfarrer Mag. Karl Niederer, Graz
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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