Buchtipp
Sterben üben
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Katharina Feist-Merhaut möchte am Beispiel ihrer „Großma“ sterben üben. Sie beobachtet, fragt, ruft täglich an, notiert Großmutter-Sätze, bricht ab und setzt anderswo fort. Die „Großma“ stellt sich bereitwillig zur Verfügung. Sie teilt Erfahrungen, erzählt mit Schmäh von verstorbenen Männern, Sauna-Damen, Schmerzen und liebevoll gepflegten Blumen. Und sie fordert die Erzählerin heraus: Was willst du verstehen über den Tod?
Auf der Suche nach Antworten stellt sich Feist-Merhaut auch ihrer eigenen Vergangenheit – Erfahrungen mit dem Sterben und dem Doppelsuizidversuch der anderen Großeltern. Währenddessen verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand der „Großma“ und ihre Bedürfnisse treten in den Vordergrund.
Katharina Feist-Merhaut hat sieben Jahre lang an „Sterben üben“ geschrieben. Das Ergebnis ist ein berührendes, persönliches Debüt, das sich unerschrocken großen Fragen widmet: Wie lernen wir sterben? Was prägt unseren Umgang mit dem Tod? Wie kümmern wir uns umeinander – und welche Rolle spielt unsere Familie?
Katharina Feist-Merhaut wurde 1990 in Wien geboren. Nach ihrem Abschluss an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt (Abteilung Fotografie) in Wien arbeitete sie einige Jahre in der Werbung mit Stationen in Berlin, Hamburg, Stockholm und New York.
Sterben üben
von Katharina Feist-Merhaut
Otto Müller Verlag, 2025
140 Seiten, 23 Euro.
ISBN 978-3-7013-1327-3
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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