Weltkirche
Von Agnes zu Teresa
- Am 4. September 2016 sprach Papst Franziskus Mutter Teresa heilig.
- Foto: UN Photo/John Isaac
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Mutter Teresa von Kalkutta: Zehn Jahre Heiligsprechung.
Sie prägte das Bild der Berichterstattung aus den Armutsvierteln in Kalkutta: die körperlich zarte Frau im weiß-blauen Ordenskleid mit dem starken Willen zur Gerechtigkeit. Teresa von Kalkutta (1910–1997) ist als „Mutter der Armen“ ins weltweite Gedächtnis eingegangen. Die Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin wurde durch ihren Einsatz für materiell verarmte, obdachlose, kranke und sterbende Menschen für viele zur Symbol- und Identifikationsfigur.
Auf dem Weg von ihrem Geburtsort im heutigen Mazedonien durchlief Agnes Gonxha Bojaxhiu, so ihr bürgerlicher Name, etliche Lebensstationen, die sie in beinahe alle Länder der Erde führte.
Am 26. August 1910 im damals noch osmanischen Skopje als drittes Kind einer albanischen Familie geboren, feierte sie später stets den Folgetag, an dem sie katholisch getauft wurde, als ihren eigentlichen Geburtstag. Sie lernte Serbokroatisch und Albanisch, spielte Mandoline und inszenierte kleine Theaterstücke.
Als sie als Zwölfjährige bei einer Volksmission der Jesuiten in Skopje von den im indischen Bengalen tätigen Loretoschwestern hörte, beschloss Agnes, dort Missionsschwester werden. Als 18-Jährige reiste sie dazu 1929 nach Dublin. Die Loretoschwestern sandten sie bald darauf nach Indien, wo sie zunächst als Lehrerin arbeitete. 1946 verspürte sie den Ruf, alles aufzugeben und in die Slums zu ziehen. Am 17. August 1948 legte die damals 38-jährige Teresa erstmals den eigenen Sari an, den sie in einem Geschäft erworben hatte: aus weißer Baumwolle, wie ihn die Straßenkehrerinnen in Kalkutta trugen, mit drei Streifen in der marianischen Farbe Blau. Darin gekleidet, war sie fortan für die „Ärmsten der Armen“ da.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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