Papst-Botschaft zum Weltmissionssonntag
Verschiedenheit als Reichtum
- Papst Leo XIV.: Im Glauben sollen sich kulturelle, spirituelle und liturgische Unterschiede harmonisch ausdrücken.
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Papst Leo XIV. ruft die Christen zu Einigkeit als Vorbild für die ganze Menschheit auf. „In vielen Situationen erleben wir Konflikte, Polarisierungen, Missverständnisse und gegenseitiges Misstrauen“, heißt es in seiner Botschaft zum 100. Weltmissionssonntag. „Wenn dies auch in unseren Gemeinschaften geschieht, schwächt es ihr Zeugnis.“
Der Auftrag zur Verbreitung der christlichen Botschaft „beginnt im Herzen jedes Christen und erstreckt sich dann auf die ganze Menschheit“, betonte Leo. Die Christen sollten die Verschiedenheit als Reichtum annehmen, die Lasten der anderen tragen und immer die Einheit suchen, „die von oben kommt“. Die Zersplitterung und spaltende Gruppenbildungen seien zu überwinden.
„Die missionarische Einheit ist natürlich nicht als Uniformität zu verstehen, sondern als Zusammenwirken verschiedener Charismen für dasselbe Ziel: die Liebe Christi sichtbar zu machen und alle zur Begegnung mit ihm einzuladen“, unterstrich Leo XIV. in der Botschaft mit dem Titel „Eins in Christus, vereint in der Mission“. Der Weltmissionssonntag, der jährlich Mitte Oktober stattfindet, wurde 1926 von Papst Pius XI. begründet.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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