Kirche Steiermark
Stabiler Wohnraum
- Das Team von „Solido – Wohnschirm Housing First“ unterstützt nun auch in Bruck und Kapfenberg Menschen auf dem Weg aus der Obdachlosigkeit. Im Bild: Sozialarbeiterin Nina Trippl (li.) und Projektleiterin Mirjam Bauer.
- Foto: VinziWerke
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VinziWerke. „Solido – Wohnschirm Housing First“ in Bruck.
Im Programm „Wohnschirm Housing First“ erweiterten die VinziWerke ihren Einsatz auf die Region Bruck/Kapfenberg. Seit Juli unterstützt ein neues Büro in Bruck an der Mur Betroffene beim Weg zum stabilem Wohnraum.
„Housing First“ (dt.: Zuerst Wohnen) beschreibt eine Praxis, in der obdach- und wohnungslose Menschen direkt von der Straße in eine eigene Wohnung vermittelt werden. Erst danach wird eine sozialarbeiterische Begleitung etabliert – mit dem Ziel, Teilnehmende in ein stabiles, selbstständiges Leben zu führen.
Die VinziWerke arbeiten seit über zehn Jahren nach dem „Housing-First“-Prinzip: Mit „VinziDach – Housing First Salzburg“ wurde überhaupt eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Österreich gegründet, die sich mit der Wohnversorgung langzeitobdachloser und wohnungsloser Personen befasst. Seit 2017 werden Menschen über das Projekt „Solido“ in Graz in ihren eigenen Wohnungen betreut. Im Herbst 2023 setzten die VinziWerke als eine von vier Trägerorganisationen das Projekt „housing first österreich – zuhause ankommen“ in der Steiermark um. Heute wird es unter „Wohnschirm Housing First“ weiterhin als Programm des Sozialministeriums geführt.
„Seit Jahren werden wir auf den hohen Bedarf an einem ‚Housing-First‘-Angebot in der Region Bruck/Kapfenberg aufmerksam gemacht. Wir sind sehr froh, unsere Expertise nun auch in diesen Städten einsetzen zu können und so zur nachhaltigen Beendigung von Obdach- und Wohnungslosigkeit beitragen zu können“, unterstreicht Mirjam Bauer, Projektleiterin in der Region Bruck/Kapfenberg.
Das Programm „Wohnschirm Housing First“ sieht eine fallbasierte Finanzierung vor, die primär Personalkosten abdeckt. Die Büroräumlichkeiten werden von der Gemeinde Bruck bereitgestellt, anfallende Kosten von beiden Städten getragen. Weitere Mittel sollen über Sponsorings und Förderungen gedeckt werden. Einen großen Beitrag leisten bereits die lokalen Rotary Clubs.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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