Spannende Vielfalt

Theologische Fakultät. In Lehrveranstaltungen, Gastvorträgen und Fachgesprächen gab es einen Austausch mit 
Professorinnen und Professoren von ausländischen Partner-
universitäten. | Foto: Denis Köll
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Internationale Woche. Theologie in unterschiedlichen Aufgaben.

Im Zeichen des internationalen Austauschs und der Begegnung mit Professorinnen und Professoren aus ausländischen Partneruniversitäten stand ab 24. April eine „Internationale Woche“ an der Grazer Theologischen Fakultät. Sieben Professorinnen und Professoren aus Split/Kroatien, Rom/Italien, Dresden/Deutschland und Qom/Iran waren zu Gast.Die Breite der Themen reichte von neuen pastoralpsychologischen Konzepten über biblische Exegese und Bioethik hin zu rechtlichen und moralischen Forschungsfragen.

Ein Höhepunkt war die Diskussion am runden Tisch am 26. April, bei der internationale Perspektiven in der theologischen Forschung präsentiert wurden. Während die Alttestamentlerin Maria Häusl an der Technischen Universität Dresden zahlreiche kreative Anknüpfungspunkte der Theologie an gesellschaftlich relevante und für andere Wissenschaften spannende Forschungsideen entwickelt, weil im sächsischen säkularen Umfeld die Theologie nur eine geringe Beachtung findet, lehrt und forscht der Islamwissenschaftler Mohammad Taher Gholi Tabar an der University for Religions and Denominations in Qom/Iran in einem Umfeld, das für religionswissenschaftliche und theologische Forschung äußerst renommiert ist.

Der Neutestamentler Francesco Bianchini an der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom steht vor der Herausforderung, seine biblischen Forschungen für Studierende aus aller Welt in eine passende Sprache für eine globale Hörerschaft zu übersetzen. Auch Maria Häusl übersetzt – nämlich theologische und spirituelle Sprache für den säkularen Kontext. Sie entwickelt eine Sprache für Menschen, die sich nicht vordergründig für Religion und Theologie interessieren.

Den KollegInnen aus Split geht es ähnlich, berichtet der Alttestamentler Domagoj Runje. Ihre biblische Forschung, die spannende historische und theologische Aspekte enthält, wird vor allem von einem Fachpublikum angenommen. Die Gesellschaft und die Politik erwarten sich allerdings konkrete Antworten der Heiligen Schrift auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie die Pandemie und den Krieg.

Sabine Konrad

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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