Weltkirche
Schutz vor KI
- Im Internet kursieren KI-generierte Clips, die täuschend echt selbst dem Papst abstruse Aussagen in den Mund legen.
- Foto: Vatican Media
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Welttag der Sozialen Kommunikation
Papst Leo XIV. bricht eine Lanze für Qualitätsjournalismus und Bildung zum Schutz gegen die vermeintlich allwissende Künstliche Intelligenz (KI). „Systeme, die statistische Wahrscheinlichkeiten als Wissen ausgeben, bieten uns in Wirklichkeit bestenfalls Annäherungen an die Wahrheit, die mitunter regelrechte ‚Halluzinationen‘ sind“, schreibt er in seiner Botschaft zum 60. Sonntag der sozialen Kommunikationsmittel am 17. Mai. Medien- und Kommunikationsunternehmen dürften nicht zulassen, dass Algorithmen, die um jeden Preis um Aufmerksamkeit kämpften, die journalistische Suche nach Wahrheit verdrängten.
Weiter fordert Leo XIV., dass von KI erzeugte oder manipulierte Inhalte klar gekennzeichnet und deutlich von menschengemachten Inhalten unterschieden werden müssten. Die Arbeit von JournalistInnen, AutorInnen und anderen Kreativen sei urheberrechtlich zu schützen. Der Papst verweist auch auf ständig wachsende Möglichkeiten der KI, Stimmen, Gesichter, Gestik und Mimik nachzuahmen und sogar menschliche Emotionen vorzutäuschen. Heute brauche es eine „digitale Alphabetisierung“, um zu verstehen, „wie Algorithmen unsere Wahrnehmung der Realität prägen“.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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