Freiwillige Soziale Jahr
Junge Frauen im Einsatz

Gerade jetzt zeigt sich, welchen unschätzbaren Mehrwert die Freiwilligen in einer Einrichtung bringen können.
  • Gerade jetzt zeigt sich, welchen unschätzbaren Mehrwert die Freiwilligen in einer Einrichtung bringen können.
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Das Freiwillige Soziale Jahr ist während Corona gefragt wie nie.

Während Corona haben viele Menschen Zeit für Entschleunigung und Besinnung. Sie sind mit der Familie zu Hause, machen Home-Office und den Frühjahrsputz. Das gilt allerdings nicht für alle Berufsgruppen: Mitarbeiter/innen in sozialen Einrichtungen sind momentan besonders stark gefordert. Zum regulären Arbeitspensum kommen derzeit zusätzliche Herausforderungen, nämlich was Betreuung und Beschäftigung angeht: Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegewohnheimen dürfen nicht von ihren Angehörigen besucht werden. Kinder, die in Wohngruppen der Kinder- und Jugendwohlfahrt leben, dürfen nicht in die Schule. Menschen mit Beeinträchtigungen müssen im Wohnheim bleiben, ihre Werkstätten sind geschlossen. Die ungewohnten Situationen fordern.

Eine unschätzbare Hilfe sind hier die jungen Frauen und Männer, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Jahr für Jahr leisten sie Unverzichtbares in ihren Einrichtungen. Das wird jetzt so sichtbar wie noch nie zuvor: Sie sind Lehrer/innen, Zuhörer/innen, Spielgefährt/innen und geschätzte Kolleg/innen. Da sie zusätzlich zum hauptamtlichen Personal bis zu 34 Stunden in der Woche in der Einrichtung sind, erhalten sie die Lebensqualität von Menschen aufrecht, die derzeit keinen Besuch empfangen und die Einrichtung nicht verlassen dürfen.
Die Freiwilligen, die über den Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste ihren Einsatz absolvieren, sind zu etwa 80 Prozent Frauen. Sie wissen, wie wichtig ihr Dienst gerade jetzt ist, und können den neuen Umständen sogar Positives abgewinnen. Julia, die in einer Wohngruppe für Kinder im Einsatz ist, beschreibt: „Es ist eigentlich gerade richtig schön. Die Kinder sind ja nicht in der Schule – man lernt sie von einer ganz anderen Seite kennen.“
Und Magdalena, die ihren Einsatz in einem Alten- und Pflegewohnheim leistet, spürt deutlich, dass die Bewohner/innen die Zuwendung und 1:1-Betreuung derzeit noch dringender brauchen als vor der Krise.
Beim Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste leisten jährlich rund 600 junge Menschen ihr Freiwilliges Soziales Jahr.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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