Vatikan
In Liebe und Einheit
- Tausende feierten die Messe zur Amtseinführung des neuen Papstes am Petersplatz mit. Als „berührendes Erlebnis“ beschrieb Erzbischof Franz Lackner den Gottesdienst. „Beten wir für seinen Petrus-Dienst und unsere Kirche“, rief Bischof Wilhelm Krautwaschl auf, der auch in Rom dabei war.
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Die Amtseinführung von Papst Leo XIV. am Sonntag, den 18. Mai, am Petersplatz in Rom war ein weltkirchliches Ereignis.
Der 18. Mai 2025 war ein strahlender Sonntag im Vatikan. In Weiß gekleidete Bischöfe, Kardinäle, die Schweizer Garde in Aufstellung und politische Vertreter aus aller Welt versammelten sich am Petersplatz. Alle waren bereit für die Amtseinführung des 267. Bischofs von Rom. Hunderttausende Menschen jubelten jenem 69-jährigen Papst Leo XIV. zu, der im offenen Papamobil den Platz überquerte.
Es war eine feierliche Messe, der neben zahlreichen Gläubigen auch Delegationen aus rund 150 Staaten beiwohnten. Vor dem eigentlichen Beginn der Feierlichkeiten stieg der neue Papst mit zehn Oberhäuptern der katholischen Ostkirchen zum Petrusgrab hinunter. Diakone nahmen das dort aufbewahrte Pallium, den Fischerring und das Evangeliar und trugen es zum Altar auf den Petersplatz, während die „Laudes Regiae“ – ein Lobpreis auf Christus, den König – gesungen wurde. Hier legte der französische Kardinal Dominique Mamberti das Pallium – eine Stola aus Schafwolle mit schwarzen Kreuzen, die an die Wundmale Jesu erinnern sollen – über die Schultern des neuen Papstes. Der kongolesische Kardinal Fridolin Ambongo Besungu sprach das Gebet, und der philippinische Kardinal Luis Antonio Tagle steckte Papst Leo XIV. den Fischerring an.
Diese Zeremonie wurde von drei Kardinälen aus drei unterschiedlichen Kontinenten vollzogen. Lesungen auf Spanisch und Englisch, das lateinisch und griechisch gesungene Evangelium und auf Arabisch, Französisch, Mandarin, Portugiesisch und Polnisch vorgetragene Fürbitten repräsentierten die Vielsprachigkeit der Weltkirche.'
Mehr als 80 Vertreter anderer christlicher Konfessionen, der Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde Rom, Riccardo Di Segni, mit 12 Delegierten des Judentums, Vertreter des Islams und anderer Glaubensgemeinschaften nahmen teil. Österreich vertraten der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz Erzbischof Franz Lackner sowie der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl.
- Der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl zusammen mit Bischof Brendan Leahy von Limerick (Irland) bei der Amtseinführung von Papst Leo XIV. am Petersplatz in Rom.
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In seiner Predigt mahnte Leo XIV. zu Liebe und Einheit, zitierte erneut seinen Wahlspruch und drückte den Wunsch nach einer Kirche aus, die den Menschen die Liebe Gottes bringt. Er zitierte aus der Enzyklika „Rerum novarum“ seines Namensvorgängers Leo XIII. In ihr stellte der Wegbereiter der Katholischen Soziallehre die Frage, ob nicht jeder Zwist aufhören und Friede einkehren könnte, wenn Liebe in der Welt die Oberhand gewinnen würde.
„Lasst uns im Licht und mit der Kraft des Heiligen Geistes an einer Kirche bauen, die auf der Liebe Gottes gegründet und ein Zeichen der Einheit ist, an einer missionarischen Kirche, die ihre Arme der Welt gegenüber öffnet, die das Wort verkündet, die sich von der Geschichte herausfordern lässt und die zum Sauerteig der Eintracht für die Menschheit wird“, schloss Leo XIV. seine Predigt.
Aus der Predigt von Leo XIV.
„Es geht niemals darum, andere durch Zwang, religiöse Propaganda oder Machtmittel zu vereinnahmen, sondern immer und ausschließlich darum, so zu lieben, wie Jesus es getan hat.“Leo XIV.
Quelle: kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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