Bildung
Bildung baut Brücken

Heilig-Jahr-Feier des Bildungswesens in Rom: Bischof Wilhelm Krautwaschl (1. Reihe r.) und Bildungsverantwortliche aus fünf österreichischen Diözesen trafen dort auch den österreichischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Marcus 
Bergmann (1. Reihe, 2. v. r.).  | Foto: privat
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  • Heilig-Jahr-Feier des Bildungswesens in Rom: Bischof Wilhelm Krautwaschl (1. Reihe r.) und Bildungsverantwortliche aus fünf österreichischen Diözesen trafen dort auch den österreichischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Marcus
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Erziehung zum Frieden fordert Papst Leos Globaler Bildungspakt. Aus Österreich reisten Bildungsverantwortliche nach Rom.

Jeder von euch ist ein Stern, und gemeinsam seid ihr berufen, der Zukunft Orientierung zu geben.“ Mit diesem Leitgedanken und dem Hinweis, dass Bildung Menschen zu lebendigen Gemeinschaften eint und Ideen in sinnvolle Zusammenhänge ordnet, wandte sich Papst Leo XIV. an Studierende, die am 31. Oktober an der Heilig-Jahr-Feier des Bildungswesens in Rom teilgenommen hatten.

Ende Oktober waren auch 25 Bildungsverantwortliche aus den Diözesen Linz, Eisenstadt, Innsbruck, Graz und der Erzdiözese Salzburg nach Rom gereist. Der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, Referatsbischof für Bildung und Schule, gab den Impuls, bei der Heilig-Jahr-Feier des Bildungswesens mit dabei zu sein. Dort erlebte die Delegation u. a. die Feierlichkeiten zur Ernennung von Kardinal John Henry Newman (1801–1890) zum Kirchenlehrer mit – anlässlich des 60-Jahr-Jubiläums der Veröffentlichung der Konzilserklärung „Gravissimum Educationis“ vom 28. 10. 1965. UN-Generalsekretär António Guterres würdigte in seinen Grußworten die Bedeutung dieser „Erklärung über die Christliche Erziehung“ – vor allem im Hinblick auf das Universalrecht auf Bildung und Schule als Ort des Lernens und der Solidarität. Dass diese auch durch Katholische Bildung wächst, verdeutlichen die beim interdiözesanen Austausch präsentierten Zahlen (siehe Kasten).

Bildung für alle
An den Zahlen zeigt sich, dass katholische Bildungsarbeit nicht nur für KatholikInnen, sondern für alle konzipiert ist. Katholische Bildungsangebote werden von Familien anderer Glaubensrichtungen ebenso in Anspruch genommen, wie von Menschen ohne Religionszugehörigkeit, weil sie als zuverlässig, inklusiv, qualitativ hochwertig und nahbar empfunden werden. Indem sie niemanden ausschließen, ermöglichen katholische Bildungseinrichtungen Menschen Zugang zum Gemeingut Bildung und leisten einen Friedensdienst an der Gesellschaft – ganz im Sinne von Papst Leo XIV. Anlässlich der Heilig-Jahr-Feier des Bildungswesens sagte der Papst: „Wo sich die Bildungsgemeinschaften vom Wort Gottes leiten lassen, ziehen sie sich nicht zurück, sondern starten neu durch; sie errichten keine Mauern, sondern bauen Brücken.“

Walter Prügger, Schulamtsleiter

Katholische Bildung in Zahlen
Von der Kindertagesstätte bis zur Universität: Weltweit gibt es 231.568 katholische Bildungseinrichtungen, an denen 71,9 Millionen Menschen lernen: Afrika 30,8 Mio. (fast 43 %); Asien 15,2 Mio. (21 %); Europa 10,4 Mio. (14 %); Südamerika 7,7 Mio. (11 %); Nordamerika 4,9 Mio. (7 %); Mittelamerika 1,47 Mio. (2 %) und Ozeanien 1,43 Mio. (2 %). Mehr als die Häfte der SchülerInnen besucht eine katholische Schule in: Belgien (90 %), Irland (79,7 %); Belize (64 %), Ruanda (59 %), Malawi (52 %) Libanon (51,4 %).

Heilig-Jahr-Feier des Bildungswesens in Rom: Bischof Wilhelm Krautwaschl (1. Reihe r.) und Bildungsverantwortliche aus fünf österreichischen Diözesen trafen dort auch den österreichischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Marcus 
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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