Weltkirche
Aufruf zum Handeln
- Pfarrer Bashar Fawadleh berichtet von Übergriffen radikaler Siedler auf Taybeh.
- Foto: privat
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Palästina. Angst im letzten christlichen Dorf.
Provokationen und Gewalttaten israelischer Siedler hätten unter der Bevölkerung der „Christenstadt“ Taybeh im Westjordanland erneut zu großer Angst geführt. Das berichtete am 7. Juni der örtliche lateinische Pfarrer Bashar Fawadleh laut Nachrichtenportal Vatican News. Der Geistliche rief u. a. die internationale Staatengemeinschaft auf, „endlich zu handeln und der Gewalt gegen die Bevölkerung ein Ende zu setzen“.
In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu Angriffen jüdischer Siedler, bei denen Häuser geplündert, Vieh gestohlen und Gebäude niedergebrannt wurden.
Das im Westjordanland gelegene Dorf Taybeh mit rund 1500 BewohnerInnen liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Jerusalem. Es ist die letzte palästinensische Ortschaft, die ausschließlich von Christen verschiedener Konfessionen bewohnt wird. Etwa ein Viertel sind lateinische KatholikInnen, die übrigen gehören der griech.-orth. und der melkitischen Kirche an. Am 2. Juni hätten Siedler Straßen blockiert und Bauarbeiten behindert und seien tags drauf bis zur St.-Georgs-Kirche vorgedrungen. Nach einem der zahlreichen Angriffe besuchten der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, und der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. gemeinsam die Stadt, um ihre Solidarität mit der Bevölkerung auszudrücken. „Diese wiederholten Übergriffe haben eine Atmosphäre der Angst und Einschüchterung geschaffen.
Das Sicherheitsgefühl der Gemeinde wurde untergraben“, berichtete Pfarrer Fawadleh. Die Menschen würden die zuständigen Behörden und Menschenrechtsorganisationen auffordern, diese Aktivitäten dringend zu stoppen und den Schutz der BewohnerInnen zu gewährleisten.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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