Weltkirche
Alarmierende Lage
- Die Geflüchteten seien nun wieder in Marokko, teilte die spanische Regierung mit.
- Foto: Vatikan News
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Ceuta/Spanien. Leo XIV. äußert sich zur Massenflucht aus Marokko.
Mit Blick auf die Lage im spanischen Hafen Ceuta rief Papst Leo XIV. beim Mittagsgebet am Petersplatz am 2. August dazu auf, Lösungen zu finden, „die Frieden, Stabilität und Gerechtigkeit bringen“. In der letzten Juliwoche waren zwischen 50.000 und 60.000 Menschen innerhalb kurzer Zeit aus Marokko im spanischen Grenzgebiet bei Ceuta angekommen. Die „alarmierende Lage“ in Ceuta verfolge er „mit Sorge“, sagte er auf Spanisch. Mit keinem Wort ging Papst Leo in seinem Appell auf die von den Ereignissen in Ceuta befeuerte innereuropäische Debatte über die künftige Migrationspolitik ein. Bereits bei seiner jüngsten Spanienreise hatte er am 11. und 12. Juni auf Gran Canaria sichere Migrationswege gefordert und darauf gepocht, dass die Menschenwürde von Geflüchteten an den Außengrenzen Europas gewahrt werden müsse.
Mindestens 67 Menschen starben Ende Juli beim Versuch, von Marokko übers Meer an die Küste Spaniens zu schwimmen; der spanische Seenotrettungsdienst und das Rote Kreuz zogen Dutzende Leichen aus dem Wasser. In seiner Rede in Rom verglich Papst Leo Menschenhändler und Schlepper mit Meeres-Ungeheuern, die Frauen und Kinder versklavten und beklagte zugleich die Gleichgültigkeit jener, „die zulassen, dass die Armen von Ausbeutung oder Vergessenheit verschlungen werden“. Er forderte „politische Maßnahmen, die es jedem Menschen ermöglichen, in seiner Heimat in Würde zu leben“. Neben dem Recht, Zuflucht zu suchen, wenn das Leben bedroht ist, gebe es „auch das Recht, nicht auswandern zu müssen“, sagte der Papst am 11. Juni auf Gran Canaria – „das Recht, in der eigenenen Heimat bleiben zu können“.
Quellen: Vatikan News, Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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