Glaube
Freimütig und offen
- Die im Oktober 2024 im Vatikan zu Ende gegangene Weltsynode soll im Jahr 2028 in eine „Kirchliche Versammlung“ münden. Der Zeitplan bis dorthin wurde nun in einem Dokument des Synodensekretariates vorgelegt. Papst Leo XIV. hält an den von seinem Vorgänger Franziskus festgelegten Umsetzungsschritten fest.
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Die Weltsynode tritt in die Umsetzungsphase. Dabei soll auch über Widerstände offen gesprochen werden.
Papst Leo XIV. hält an dem von seinem Vorgänger Franziskus festgelegten Zeitplan für die Umsetzung der katholischen Weltsynode fest. Das ergibt sich aus einem Dokument, das das vatikanische Synoden-Sekretariat veröffentlicht hat. In dem 16-seitigen Papier wird ausdrücklich vermerkt, dass der neue Papst die Hinweise zur Umsetzung approbiert hat.
Die mehrjährige Weltsynode ist im vergangenen Oktober im Vatikan zu Ende gegangen. Der damalige Papst Franziskus hat sich hinter das Schlussdokument gestellt und seine sofortige Umsetzung angeordnet. Papst Leo hat sich am 26. Juni mit dem Synoden-Sekretariat getroffen und es in seiner Arbeit ermutigt.
Der Zeitplan für die Umsetzung sieht zunächst Beratungen und Initiativen in den einzelnen Ortskirchen vor. Im ersten Halbjahr 2027 sind Versammlungen auf Bistumsebene geplant, um das bisher Erreichte auszuwerten, im zweiten Halbjahr 2027 wird das dann auch auf Ebene der nationalen wie internationalen Bischofskonferenzen geleistet. Im Frühjahr 2028 sollen Kontinental-Versammlungen stattfinden und im Oktober desselben Jahres schließlich eine „Kirchliche Versammlung“ im Vatikan.
Neues erproben. In der Umsetzungsphase sollen „erneuerte Praktiken und Strukturen erprobt werden, um das Leben der Kirche immer synodaler zu machen“; dabei könnten auch Pfarreien mitwirken. Entscheidend sei, dass das Schlussdokument als Kompass diene. Dazu gehöre, „dass die Möglichkeiten aller Getauften, Männer und Frauen, zur Teilhabe und Ausübung ihrer differenzierten Mitverantwortung ausgeweitet werden“. Der Ortsbischof solle sich von „synodalen Teams und Organismen“ (in denen auch Laien sitzen) beraten lassen. Solche Teams müsse es im Übrigen auch auf nationaler und kontinentaler Ebene geben.
Das Synoden-Sekretariat will darauf achten, dass die synodalen Anstrengungen in der großen weiten Weltkirche nicht auseinanderlaufen. Eine weitere Aufgabe ist die Organisation der „Kirchlichen Versammlung“ im Oktober 2028. Wie diese aussehen und ablaufen soll, dazu gibt das Vatikandokument noch keinen Hinweis.
Widerstände offen angehen. Synoden-Generalsekretär, Kardinal Mario Grech, hat dem Dokument ein kurzes Schreiben beigegeben. Es hebt hervor, dass Papst Leo XIV. sein Pontifikat mit einem deutlichen Bekenntnis zum synodalen Weg der Kirche begonnen hat, und ermutigt die Ortskirchen, „mutig voranzuschreiten und die Widerstände und Schwierigkeiten mit Freiheit und offener Rede anzugehen. Auch sie haben einen wertvollen Beitrag zu leisten, und es wäre ein Verlust für die ganze Kirche, wenn ihre Stimme stumm bleiben sollte.“
Stefan von Kempis/Vatican News
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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