Alle Kinder haben Rechte
- Die Kinderrechtskonvention der UN formuliert Grundwerte im Umgang mit Kindern. Und das über alle sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Unterschiede hinweg.
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Recht auf Überleben, Entwicklung, Schutz und Beteiligung.
Kinderrechte sind Menschenrechte, die für alle jungen Menschen bis 18 Jahre gelten. Die UNO hat einen Vertrag über die Rechte der Kinder gemacht. Es gibt 4 wichtige Regeln:
- Kinder haben das Recht auf Gleichbehandlung. Kein Kind darf Nachteile aufgrund seines Geschlechts, seiner Herkunft, seiner Sprache, seiner Religion oder seiner Hautfarbe haben.
- Das Kindeswohl ist das Wichtigste. Das heißt: Den Kindern muss es gut gehen. Wenn Entscheidungen etwas mit einem Kind zu tun haben, ist das Wohl des Kindes das Wichtigste.
- Das Recht auf Leben und Entwicklung. Wir müssen alle Kinder fördern, damit sie sich gut entwickeln können. Alle Kinder müssen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung haben. Alle Kinder müssen Schutz vor Missbrauch und Ausbeutung erhalten.
- Das Recht auf Mitbestimmung und Beteiligung. Wenn es um die Angelegenheiten eines Kindes geht, darf das Kind seine Meinung dazu sagen. Diese Meinung ist bei Entscheidungen wichtig. Dazu muss das Kind Informationen bekommen, die für das Alter des Kindes passen.
Österreich hat den Vertrag über die Rechte der Kinder 1992 unterschrieben. Die Rechte der Kinder stehen auch im Bundes-Verfassungsgesetz. Der Staat und die Eltern müssen die Kinderrechte einhalten.
Aus: „Gesund erwachsen! Was Eltern über die Rechte der Kinder wissen müssen“, KBW u. a.
Eine Bindung fürs Leben
Väter sind wichtig für ihre Kinder. Aber wie sind die „modernen Väter“, welche Aufgabe kommt ihnen zu? Wie kann es gelingen, ein „guter“ Vater zu sein und mit Kindern eine Bindung fürs Leben aufzubauen?
Dominik Paleczek, Leiter des Familien.Kompetenz.Zentrum Graz, Psychologe und Vater zweier Kinder, veranschaulicht seinen Vortrag mit praktischen Beispielen aus dem Familienalltag, die den Austausch mit anderen Vätern unterstützen.
◉ Dienstag, 4. November,
19.30 bis 21 Uhr, online.
Anmeldung: bildungsforum@graz-seckau.at
Für Sie gesehen
Videotipp: Kleine Wut-Zwerge
Kleine Wut-Zwerge zu begleiten kann für alle ganz schön herausfordernd sein. Sie werden von ihren Gefühlen überflutet – explodieren wie ein Vulkan. Das Video der Elternbildungsreihe des Katholischen Bildungswerks bietet Informationen, um Wut-Zwerge zu verstehen und sie dabei zu begleiten einen guten Umgang mit ihren Gefühlen zu lernen.
Referentin: Sabine Rühl-Krainer, Klinische und Gesundheitspsychologin, zert. Elternbildnerin.
Nachgedacht
EKI: Raum für Kinderrechte
Kinderschutz und Kinderrechte fangen schon bei den ganz Kleinen an. In der Eltern-Kind-Gruppe (EKI) können die Kinder zum ersten Mal einen Raum außerhalb ihrer Kernfamilie finden, in dem sie ihr Sein entfalten und entwickeln können. Die Gruppe ist nicht nur ein Ort für die Kleinen, sondern auch ein Raum für die Erwachsenen: Eltern können sich miteinander austauschen.
Wenn wir in der Gruppe über Themen des Miteinanders sprechen, dann habe ich als Gruppenleiterin die Kinderrechte immer im Fokus. Eltern zeigen, wie sie schon bei den Allerkleinsten durch Alltagstätigkeiten Kinderschutz und Kinderrechte leben. Denn nur, wenn Kinder von Anfang an geschützt und ernstgenommen werden, können sie Vertrauen aufbauen und sich gesund entwickeln.
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Entdecken, Spielen und Singen – Zeit, in der Kinder in geschützter Umgebung Neues ausprobieren dürfen und Eltern ihre Kinder dabei aufmerksam begleiten können. Wir legen dabei Wert auf eine beziehungsorientierte Elternschaft, die Nähe, Verständnis und gegenseitiges Lernen fördert. So entsteht eine Umgebung, in der achtsames Wachsen möglich ist.
Christina Jauk-Küberl
EKI-Leiterin in Straßgang,
Trainerin „Die Trageschule“
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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