Wort zum Sonntag - von Msgr. Dr. Gottfried Auer
Worauf es ankommt

Jesu Rede vom Weltgericht ist – gerade auch für unsere Zeit – eine Hilfe zur Orien­tierung. Michelangelo Buonarroti (1475 bis 1564) arbeitete vier Jahre, von 1537 bis 1541, am „Jüngsten Gericht“, das die gesamte Stirnwand der Sixtinischen Kapelle ausfüllt, nachdem er bereits 30 Jahre davor die Deckenfresken fertiggestellt hatte.
  • Jesu Rede vom Weltgericht ist – gerade auch für unsere Zeit – eine Hilfe zur Orien­tierung. Michelangelo Buonarroti (1475 bis 1564) arbeitete vier Jahre, von 1537 bis 1541, am „Jüngsten Gericht“, das die gesamte Stirnwand der Sixtinischen Kapelle ausfüllt, nachdem er bereits 30 Jahre davor die Deckenfresken fertiggestellt hatte.

  • Foto: By Dennis Jarvis from Halifax, Canada - Italy-3225 - The Last Judgement, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64848364
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Michelangelo hat in dem großen Fresko an der Altarwand der Sixtinischen Kapelle die Rede vom Gericht des Menschensohnes, die wir im heutigen Evangelium hören, eindrucksvoll dargestellt. Im Zentrum steht die Gestalt Jesu, der als strenger Richter mit machtvoller Gebärde diejenigen, die ihm nicht geholfen haben, zur Unterwelt stürzen lässt.

So gesehen kann dieser Evangeliumstext bedrohlich und angsteinflößend wirken. Er kann aber auch als hilfreich für das Glaubensleben verstanden werden. So hat ein kluger und erfahrener Exerzitienleiter vor dem Hintergrund dieser Rede Jesus mit einem Lehrer verglichen, der seinen Schülern vor einer wichtigen Prüfung ganz genau und ausführlich erklärt, worauf er dabei besonders Wert legt. Das Bild vom Weltgericht gibt nämlich Hilfe zur Orientierung. Nicht Volkszugehörigkeit, Religion, Geschlecht oder Frömmigkeitsverdienste werden entscheidend sein, sondern entscheidend für das Stehen auf der richtigen Seite ist allein mitmenschliches Handeln und die Hilfe für Menschen in Not.

Darum heißt es in einer Betrachtung von Schwester Christine Zeis von den Missionarinnen Christi zum heutigen Evangelium: „Eigentlich ist das Kriterium für die Zugehörigkeit zum Reich Gottes ganz einfach. Schwieriger wird es, wenn ich meine eigene Praxis anschaue. Ich bin angefragt, ob ich mich betreffen lasse von der Not des Hungernden, Fremden, Gefangenen, … und zwar in einer personalen Begegnung.“

So dürfen wir am heutigen Christkönigsfest dem Herrn danken, der uns deutlich macht, worauf es ankommt, und ihn um Kraft bitten für den Dienst an seinen geringsten Brüdern und Schwestern.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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