Sonntag zu Hause feiern
Hochfest „Mariä Empfängnis“

Am 8. Dezember feiert die Kirche das Hochfest der „ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“. Bild: Maria Immaculata von Francisco de Zurbarán (1598–1664), das heute im Prado in Madrid ausgestellt ist.
  • Am 8. Dezember feiert die Kirche das Hochfest der „ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“. Bild: Maria Immaculata von Francisco de Zurbarán (1598–1664), das heute im Prado in Madrid ausgestellt ist.
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Einstimmung

  • Vorbereitung: sich um ein Marienbild versammeln oder ein solches in die Gebetsecke stellen. Papier und Schreibzeug bereitlegen.
  • Die Kerzen am Adventkranz entzünden.
  • In Stille das Bild und die Kerze betrachten. Zur Ruhe kommen.
  • Ich betrachte und meditiere den Satz: Gott hat mich von Anfang an erwählt – aus Liebe.

Fragen

  • Bin ich mir bewusst, dass mein Leben einzigartig ist?
  • Kann ich Ja zu meinem Leben sagen? Kann ich Ja zu Gott sagen?
  • Vertraue ich dem Geist Gottes der Neues schaffen kann?
  • Vertraue ich dem Geist Gottes, der Leben erblühen lässt?

Impuls

Ich schreibe einen Brief an Maria:
Wie möchte ich sie ansprechen?
Was möchte ich ihr sagen?
Was erbitte ich mir von ihr?

Gedanken zum Fest
Angesichts der aktuellen Bedrohung durch Viren ist es von Vorteil, wenn wir ein intaktes Immunsystem haben. Deshalb ist es unsere Aufgabe, die Menschen zu schützen, deren Immunsystem schwach ist. Eine angeborene Immunschwäche haben wir jedoch alle ge­gen­über dem Bösen. Mit einer Ausnahme: Maria. Sie wurde vor dieser Schwäche bewahrt. Deshalb feiern wir das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, oft kurz nur „Maria Empfängnis“ genannt (lat. Immaculata Conceptio). Die deutsche Übersetzung von Immaculata, „un­befleckt“, ist unglücklich gewählt, denn sie führt immer wieder zu Missverständnissen. Das Fest hat nichts mit der Jungfräulichkeit Mariens zu tun. Maria wurde von ihrer Mutter ohne Erbsünde empfangen. Es geht um die Zeugung Mariens und nicht um die Zeugung Jesu. Durch Maria wird Gott Mensch in Jesus Christus. Gott will den Menschen erlösen von der Schwerkraft des Bösen. Der Mensch hat nicht souverän die Wahl zwischen Gut und Böse. Er ist dafür zu schwach. Denn er steht unter dem Druck des Bösen. Die Ursünde ist das Misstrauen gegenüber Gott, seinen Geboten, seinem Handeln. Meint er es wirklich gut mit mir? Will er etwas von mir, was ich keinesfalls will? Schränkt er mich in meinen Möglichkeiten ein? Das Fest ist im Advent eine Verheißung für uns: Du darfst diesem Gott vertrauen! Trau dich ihm an. Er kommt uns zu Hilfe! Christus bringt uns das Heil.

Zum Evangelium (Lk 1,26-38)
Maria ist der Mensch, auf den Gott sich bedingungslos verlassen kann. Sie spricht ihr einzigartiges Ja zu Gott. Sie lässt ohne Vorbehalte Gott an sich handeln. Durch ihre Bereitschaft kann sich Gottes Heil in der Welt erfüllen. Sie wird zur „neuen Eva“, mit der ein neuer Abschnitt in der Geschichte Gottes mit den Menschen beginnt.

Lobpreis
V: Maria, Schwester im Glauben, du bist uns nahe.
A: Maria, Schwester im Glauben, bitte für uns.
V: Maria, du Urbild der Kirche, voll liebender Sorge begleitest du uns. A: Maria, Schwester …
V: Maria, Freude des Herrn, du bist voll Liebe mit allen, die den Herrn suchen A: Maria, Schwester …
V: Maria, Vorbild im Glauben, du bist uns Hilfe und Führung. A: Maria, Schwester …
V: Maria, voll der Gnade, du tröstest uns in unserer Not.
V: Maria, du Botin der Hoffnung, du schenkst uns Freude und Zuversicht.

Fürbitten
A: Herr erhöre uns.

Gott hat die selige Jungfrau Maria vor jeder Sünde und jeder Verstrickung in das Böse bewahrt. Ihm vertrauen wir uns und die Menschen, für die wir beten, an:

  • Für die Kirche, deren Mutter und Urbild Maria ist.
  • Für alle, denen es schwer fällt, aus deiner Botschaft ihr Leben zu gestalten.
  • Für alle, die ihre Schuld aus tiefstem Herzen bereuen und neu anfangen wollen.
  • Für alle, deren Beziehungen heillos zerrüttet sind.
  • Für alle, die nicht vergeben können.

Barmherziger Gott, Maria hat Dir ganz und gar vertraut. Gib auch uns die feste Zuversicht, dass Du alles zum Guten führen kannst. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Vater unser im Himmel …

Segensgebet
Herr, unser Gott, durch die Geburt deines Sohnes aus der Jungfrau Maria hast du uns das Heil geschenkt. Wir bitten dich, lass uns immer und überall die Fürsorge Mariens erfahren, die uns den Urheber des Lebens geboren hat. Gib, dass wir im Vertrauen auf Maria den Weg des Glaubens gehen. Lass uns einst mit Maria, unserer Schwester im Glauben, das ewige Leben erlangen.
Auf die Fürsprache Mariens segne und be­hüte uns der barmherzige und gütige Gott. Amen.

Inhaltliche Gestaltung: P. Stefan Obergfell OMI, Oblatenkloster Maria Taferl.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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