Serie: Marterl, Kapellen, Kreuze
Kleine Pfarrgemeinde mit über 30 Kapellen

P. Martin Mayrhofer.

Krenstetten. „Rund um unsere Pfarrkirche sind sieben Kapellen und im ganzen Pfarrgebiet insgesamt über 30 zu finden. Sie laden die Bevölkerung und Vorbeikommende zum Gebet ein und sind Zeichen des Glaubens“, erzählt der Pfarrer von Krenstetten, Pater Martin Mayrhofer.

Der Ort in der Gemeinde Aschbach hat eine lange und lebendige Glaubenstradition, viele Menschen suchen Krenstetten von Mai bis Oktober jeden 13. im Monat auf, um bei den Fatimamessen (Beginn immer um 15 und 19 Uhr) ihre Anliegen zur Gottesmutter Maria zu tragen. „Gerne laden die Besitzer der Kapellen bei den Maiandachten anschließend bei einer Jause zum geselligen Beisammensein. Das ist beste Mostviertler Sitte“, sagt P. Martin. Er kennt sämtliche Kleindenkmäler natürlich sehr gut und der Benediktinerpriester hat auch großes Wissen zu den Heiligen, die darin dargestellt werden.

Oft finden sich in dem einst landwirtschaftlich geprägten Ort Statuen von Heiligen, die besonders von den Bauern
verehrt wurden oder werden, etwa vom heiligen Leonhard. Vieles ist typisch Mostviertel: Manche Kapellen sind den Heiligen Florian, Georg, dem Sebastian oder Rosalia geweiht. Besonders häufig sind auch Dreifaltigkeits- und Herz-Jesu-Darstellungen sowie die Gottesmutter Maria – als Statue oder als Gemälde – zu finden. Immer wieder hilft die Bevölkerung zusammen, um die Bauwerke zu restaurieren und liebevoll zu schmücken.

Im Büchlein „Religiöse Denkmäler der Pfarren Aschbach und Krenstetten“ wurden die Kleindenkmäler von Ferdinand Pfeiffer, Hans Gugler und Alois Schörghuber dokumentiert.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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