Feier mit Missio
100. Weltmissionssonntag im St. Pöltner Dom gefeiert
- Mit Weihbischof Leichtfried, Missio-Diözesandirektor Poschenrieder, Referentin Sr. Marcellina, Nationaldirektor Laichner, Missionaren und Jugendlichen.
- Foto: Wolfgang Zarl
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Mit einem Festgottesdienst im St. Pöltner Dom wurde der 100. Weltmissionssonntag gefeiert, der von den Päpstlichen Missionswerken (Missio) getragen wird. Missio-Referentin Sr. Marcellina Nickl und Missio-Diözesandirektor Christian Poschenrieder freuten sich, Weihbischof Anton Leichtfried als Zelebranten, den neuen Missio-Nationaldirektor Johannes Laichner sowie mehrere Missionare begrüßen zu dürfen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem Ensemble des Konservatoriums für Kirchenmusik. Die Kollekte des Tages kommt direkt den weltweiten Missio-Projekten zugute.
Nationaldirektor Laichner brachte in seiner Ansprache das eindrucksvolle „Missions-Modell“ seines Tiroler Neffen Anton ein. Dieser stellt sich Mission so vor: „Jesus klopft an die Tür, man muss ihm öffnen und dann kommt man ins Laufen für ihn!“ Mission beginne also im Herzen, betonte Laichner. Es bedeute, sich von Jesus erfassen zu lassen, sprichwörtlich „ins Laufen zu kommen“ und die Botschaft an andere weiterzutragen. Neben dem Auftrag, von der Freundschaft Jesu zu erzählen, brauche es dafür das Gebet sowie finanzielle Unterstützung für soziale Projekte in Ländern des Globalen Südens.
„Welttag der Solidarität“
Weihbischof Anton Leichtfried bezeichnete den Weltmissionssonntag als einen „Welttag der Solidarität“, der dazu einlade, dankbar für das Geschenk des Glaubens zu sein. Missio zeige uns, wie weit sich der christliche Glaube erstrecke und wie vernetzt die Welt sei – schließlich habe auch unser Glaube einst den weiten Weg vom Orient, dem Heiligen Land, zu uns genommen. Obwohl dieses weltweite Netzwerk essenziell sei, bleibe für die meisten Christen oft eine ganz bestimmte Einzelperson prägend für den eigenen Glaubensweg. Auch der Weihbischof bat darum, die Arbeit von Missio weiterhin mit Gebeten und Spenden zu unterstützen.
Bekannte Jugendaktion
Der Weltmissionssonntag wurde 1926 von Papst Pius XI. ins Leben gerufen. Die Päpstlichen Missionswerke sammeln rund um diesen Aktionstag weltweit für die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in den ärmsten Diözesen. In Österreich ist im „Monat der Weltmission“ Oktober besonders die Missio-Jugendaktion bekannt: An Kirchenausgängen und bei Veranstaltungen wurden 460.000 Packungen Schokolade sowie Chips gegen eine Spende abgegeben. Das diesjährige Schwerpunktland ist Äthiopien. Dort unterstützen kirchliche Projektpartner gezielt Frauen, Kinder und andere besonders benachteiligte Menschen. Im Fokus stehen dabei die Hilfe für Gewaltopfer, Bildungsprojekte sowie der Schutz von jungen Mädchen vor Ausbeutung und Diskriminierung.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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