Kaplan Christoph Hofstätter über "sein Hobby"
Häuslbauen hilft beim Kirchturmbesteigen

Kaplan Christoph Hofstätter
  • Kaplan Christoph Hofstätter
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  • hochgeladen von Wolfgang Zarl

„Dieses Jahr muss das Beachvolleyballspielen noch warten“, erzählt der Kap­lan von Strengberg und Haag, Chris­toph Hofstätter, der sein sportliches Hobby noch zurückgestellt hat. Grund: Seit Jänner hilft er seinem Bruder und dessen Familie beim Hausbau. Der Kaplan: „Nicht beim Sport, sondern bei der harten Arbeit hole ich mir heuer den Muskelkater. Aber das löst fast Glücksgefühle und Zufriedenheit aus, denn es hilft der ganzen Familie. Und es ist ein schöner, nützlicher körperlicher Ausgleich.“

„Von der Pike auf habe ich bei diesem Projekt mitgeholfen“, wie der engagierte Priester erzählt. „Zuerst haben wir das alte Gebäude abgerissen und dann kamen eben die typischen Hausbauarbeiten.“ Der 40-Jährige hat beim Dachstuhl abbauen (s. Bild), beim Kanal legen, Schallen, Betonieren, Aufmauern, bei Spenglertätigkeiten oder beim einfachen Zusammenräumen geholfen. „Jeder Handgriff zählt, Häuslbauer kennen das“, so der gelernte Tischler, der im Vorjahr zum Priester geweiht wurde und aus der Pfarre Persenbeug (Gemeinde Hofamt-Priel) stammt.

Jeden Abend stelle sich der Erfolg ein: „Man sieht, dass etwas weitergegangen ist. Ziegel um Ziegel. Meter um Meter.“ Bei der Feierabendjause komme es auch regelmäßig zu tiefgründigen Gesprächen. Mit einem Bauarbeiter wurde sogar die Taufe des Kindes ausgemacht. Freilich: Manch einer wundert sich doch, dass oben ein Priester herumklettert. Dann rufe man dem Kaplan manchmal etwas verwundert zu: „Ah, der Herr Pfarrer werkt auch mit.“ Höhenangst habe er nicht. Vielleicht habe ihm diese Arbeit sogar geholfen, als er kürzlich mit Erstkommunionkindern den Strengberger Kirchturm erklomm. Natürlich sei ihm angesichts der Höhe auch ein respektvolles „Ups“ entkommen.

Als Ausgleich tut dem Seelsorger das Hausbauen gut – natürlich nur an seinen Urlaubstagen und freien Tagen. „Allen ist geholfen: meinem Bruder, der Familie, aber auch mir selbst. Ich lerne selber viel dabei, mag die Baustellengespräche und spüre, wo noch überall Muskeln sind “, lacht Christoph Hofstätter.

„Mein Hobby“ ist eine Reihe von Kirche bunt, in der außergewöhnliche Talente und interessante Hobbys von kirchlichen Persönlichkeiten vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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