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Die kirchlichen Highlights im neuen Jahr 2026
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Die Kirche in Österreich erwartet ein ereignisreiches und vielseitiges Jahr 2026. Ein Überblick über kirchliche Höhepunkte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!).
Der neue Wiener Erzbischof von Wien, Josef Grünwidl, wird am 24. Jänner 2026 im Stephansdom geweiht. Er ist der Metropolit der Kirchenprovinz Wien, zu der auch die Diözese St. Pölten gehört. Das Ereignis markiert den Beginn eines ereignisreichen und vielseitigen Jahres für die katholische Kirche in Österreich. Zuvor widmet sich die Österreichische Pastoraltagung in Salzburg dem Thema Verwundbarkeit, und am 16. Jänner wird der österreichweite Kirchliche Umweltpreis von katholischer und evangelischer Kirche im Bildungshaus St. Hippolyt verliehen. Am Tag darauf feiern die Kirchen in Österreich den „Tag des Judentums“, gefolgt von der 4. Ökumenischen Bibelwoche und der Gebetswoche für die Einheit der Christen (18. bis 25. Jänner).
Neuwahlen, Events, Geburtstage
2026 steht die Neuwahl des Vorsitzenden der Bischofskonferenz an. Die österreichischen Bischöfe halten ihre Vollversammlungen in St. Johann bei Herberstein (März), in Mariazell (Juni) sowie in Salzburg (November) ab. Die Päpstlichen Missionswerke bekommen eine neue Leitung. Auch Österreichs größte Frauenorganisation, die Katholische Frauenbewegung, wählt eine neue Vorsitzende.
Der Bibel-Sonntag („Sonntag des Wortes Gottes“) am 25. Jänner steht unter dem Motto „Übers Wasser gehen“. Eine seltene kalendarische Besonderheit tritt am 18. Februar ein: Der Aschermittwoch am Beginn der christlichen Fastenzeit und der Ramadan-Start fallen dieses Mal auf denselben Tag. Die „Lange Nacht der Kirchen“, die mit ihrem vielfältigen kulturellen und spirituellen Programm jedes Jahr hunderttausende Menschen anlockt, steigt 2026 am 29. Mai. Die Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung Österreich (KMBÖ) zum Thema „Friede – und dann? Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ findet von 23. bis 26. Juni in Pyhra bei St. Pölten statt.
2026 bringt auch die Neuauflage des größten heimischen Jungschar- und Ministranten-Lagers: „Kaleidio“ findet von 12. bis 18. Juli in Leoben statt. Das Österreichische Katholische Bibelwerk feiert seinen 60. Geburtstag am 16. Oktober im Stift Klosterneuburg, die Katholische Jugend Österreich 80 Jahre am 21. November.
Abt em. Berthold Heigl, Abt von Seiten-stetten (1984-2013), feiert am 16. April seinen 80. Geburtstag, Abt Johannes Maria Szypulski vom Stift Zwettl am 25. Juni seinen 70er. Seinen 100. Geburtstag begeht am 12. Juli der Benediktinermönch David Steindl-Rast. Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner wird am 14. Juli 70.
Der Weg des Pontifikats
Für den Vatikan unter Papst Leo XIV. beginnt derweil faktisch ein neuer Zeitabschnitt im noch jungen Pontifikat: Am 6. Jänner endet mit der Schließung der Heiligen Pforte des Petersdoms das Heilige Jahr, das in seiner inhaltlichen Ausgestaltung noch weitgehend nach den Vorgaben von Papst Franziskus verlief. Es ist absehbar, dass der Terminkalender des neuen Kirchenoberhaupts dann mehr Raum für ein eigenes Programm und ausstehende Entscheidungen lässt.
Innerkirchlich wird Leo XIV. wohl weiter einen Weg der Befriedung gehen. Ein großer Schritt in diese Richtung ist die für 7./8. Jänner angesetzte Kardinalsversammlung. Alle knapp 250 Kardinäle der Weltkirche hat der Papst zu gemeinsamen Beratungen nach Rom eingeladen. Rückschlüsse auf den Weg des Pontifikats könnten auch mehrere anstehende altersbedingte Neubesetzungen von Spitzenämtern in der römischen Kurie zulassen. Derweil sitzt der Papst auch an seinem ersten programmatischen Lehrschreiben, das wohl 2026 veröffentlicht wird. Die Enzyklika widmet sich dem Vernehmen nach dem rechten Umgang mit der Künstlichen Intelligenz.
800. Sterbetag von Franz von Assisi
Die Diözese Assisi in Italien zeigt zwischen 22. Februar und 22. März erstmals öffentlich die Gebeine des heiligen Franziskus anlässlich seines 800. Sterbetags.
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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