Pater Leonhard Obex
Ein begnadeter Gourmet

Pater Leonhard Obex
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Grünau-Loich-Rabenstein. Er weiß, wie viel Arbeit hinter der Zubereitung von Essen steckt. Darum hält sich Pater Leonhard Obex bei Kritik zurück, Lob teilt er dagegen gerne aus. Der Pfarrer von Grünau, Loich und Rabenstein ist selber ein ausgezeichneter Koch – und sogar ein prämierter. Aber das liegt schon ein paar Jahre zurück.

Einst erlernte der Priester, der dem Benediktinerstift Göttweig angehört, den Beruf des Kochs. Von 1995 bis 1998 absolvierte P. Leonhard, der aus Mieders im Tiroler Stubaital stammt, die Kochlehre beim berühmten „Stanglwirt“ in Going. Bereits im ersten und zweiten Lehrjahr wurde er Landessieger im Tiroler Lehrlingswettbewerb. Das habe ihm große Freude und Bestätigung gebracht. Aber da hatte er schon einen anderen Beruf im Blick: Der Unfalltod eines Freundes brachte ihn damals zum Nachdenken und er überlegte, Pries­ter zu werden – und zwar rasch. Seine Mutter impfte ihm aber vorher noch ein: „Bevor du Priester wirst, musst was G’scheites lernen.“

Nach Erhalt des Gesellenbriefes wechselte er in das Aufbaugymnasium Horn und trat 2000 in Göttweig ein. 2007 empfing Leonhard Obex die Priesterweihe.

Das Kochen ist für den Pielachtaler Seelsorger weiterhin ein liebes Hobby. Man könne dabei wunderbar vom Alltag abschalten, dazu lässt er im Hintergrund Musik laufen. Gerne nimmt er sich Zeit, um Freunde und Bekannte zu verwöhnen. Bevorzugt kocht er in der Tradition seiner alten Heimat: Tiroler Knödel, Topfenstritzel oder Stubaitaler Krapfen. Gemeinsames Speisen sei auch recht ideal für seelsorgliche Gespräche. Als Gastronom weiß er, dass zum guten Essen auch das entsprechende Ambiente dazu gehört und so kümmert er sich auch gerne um stilvolle Gedecke und Tafeln.

„Ich schätze es, eingeladen zu werden“, so P. Leonhard, der Jahrgang 1980 ist. Immer wieder erzählen Priester, dass es ihnen ganz recht ist, wenn die Portionen eher klein gehalten werden, um das Gewicht zu halten. An der Abstufung große, normale, Kinder- und dann Priesterportionen sei schon was dran. Gerade wenn Seelsorger von einem Festmahl zum anderen düsen, ist man auch über kleinere Häppchen froh.

Ein „Geheimnis“ gibt der gelernte Koch auch preis auf die Frage, was Priester am liebsten essen: „Die meisten haben verschiendste Vorlieben. Aber Priester lieben es bodenständig und mit einem Schweinsbraten sind sie immer recht zufrieden.“

„Mein Hobby“ ist eine Reihe von Kirche bunt, in der außergewöhnliche Talente und interessante Hobbys von kirchlichen Persönlichkeiten vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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