Pilgerweg
Auf den uralten Straßen der Römer
- Kirche Maria Schnee in Plankenstein.
- Foto: Mostviertel Tourismus
- hochgeladen von Patricia Harant-Schagerl
Der Römerweg im Melker Alpenvorland ist einer der ersten durchgehend beschilderten Rundwanderwege in Niederösterreich; er wurde im Jahr 1976 eröffnet und feiert sein 50-Jahr-Jubiläum. Er ist gekennzeichnet durch die landschaftliche Vielfalt, die von den Ausläufern der Wachau bis zu den ersten Gipfeln des Mostviertels reicht. Er kann in drei bis fünf Tagen zur Gänze erwandert werden, je nach Etappenplanung. Am Weg liegen vier bedeutende Wallfahrtskirchen: Maria Mank am grünen Anger, Maria Steinparz, Maria Schnee in Plankenstein und die „Goldene Kirche“ St. Gotthard im Texingtal. Deshalb wird der Römerweg auch als Pilgerweg geschätzt.
Der 92 Kilometer lange Rundweg lässt Wanderer in die römische Geschichte eintauchen. In der Spätantike war ganz Niederösterreich südlich der Donau von Römern besetzt. Das Gebiet wurde von der um das Jahr 122 n. Chr. gegründeten Stadt Aelium Cetium (später St. Pölten) aus verwaltet. Zwischen der Verwaltungsstadt, den Wachtürmen und Militärlagern am Donaulimes herrschte auf den gut ausgebauten Straßen reger Verkehr. Genau diesen alten Straßen folgt der Römerweg im Melker Alpenvorland – zumindest teilweise.
Im Zuge des Jubiläums erhalten alle acht Römerweg-Gemeinden neue Übersichtstafeln: Schollach, Hürm, St. Margarethen, Bischofstetten, Kilb, Texingtal, Kirnberg und Mank. Ergänzend erscheint ein frisch überarbeiteter Info-Folder, der eine Wanderkarte sowie Informationen zu Wegverlauf, Übernachtungs- und Gastronomiebetrieben enthält.
Die 50-Jahr-Feier in Bischofstetten
Gefeiert wird das Jubiläum am 6. Juni. Acht Sternwanderungen starten aus den acht Römerweg-Gemeinden und führen alle nach Bischofstetten. Ab 10 Uhr erwartet die Gäste dort ein abwechslungsreiches Programm, das mit einem Festakt und Frühschoppen beginnt.
Autor:Patricia Harant-Schagerl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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