Trauer um Papst Franziskus
Gedenken in Dankbarkeit

Das Bild des lächelnden Papstes Franziskus steht vor dem Altar des St. Pöltner Doms.   | Foto: Ruth Brozek/Diözese St. Pölten
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  • Das Bild des lächelnden Papstes Franziskus steht vor dem Altar des St. Pöltner Doms.
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Mit Glockengeläute zu Beginn der Begräbnisfeierlichkeiten in Rom, mit schwarzer Beflaggung und mit Trauergottesdiensten wurde und wird in unseren Pfarren und Klöstern des verstorbenen Papstes gedacht. Viel Zuspruch erfährt das Online-Kondolenzbuch der Diözese.

Zeitgleich mit dem Beginn der Begräbnisfeierlichkeiten für Papst Franziskus in Rom haben in ganz Österreich die Kirchenglocken geläutet. Auch in der Diözese St. Pölten wurde dazu angehalten, die Kirchen und kirchlichen Gebäude bis nach dem Begräbnis von Papst Franziskus schwarz zu beflaggen. In den Pfarren fand bzw. findet in diesen Tagen ein feierlicher Trauergottesdienst im Gedenken an den verstorbenen Papst statt.
Im Beisein von Priestern und Diakonen, der Grabesritter und zahlreicher Gläubiger feierte Bischof Alois Schwarz am Vorabend des Begräbnisses in Rom im St. Pöltner Dom einen Trauergottesdienst für Papst Franziskus.

Papst hatte den Traum von einer missionarischen Kirche

In einer berührenden und sehr persönlich gehaltenen Predigt erinnerte der Bischof an einen Papst, „der oft so ganz persönlich sprechen konnte“. Von ihm seien beeindruckende Sätze erhalten, wie „Ich lade jeden ein, sich heute noch von Gott lieben zu lassen“. Papst Franziskus, so Bischof Alois, habe die Menschen daran teilhaben lassen, was er empfand, worum er betete und wovon er träumte –, nämlich von einer missionarischen Kirche!“

Franziskus habe einen neuen Stil von Kirche-Sein geschaffen, zeigte sich der Bischof überzeugt, „weil ihm die Evangelisierung“ so wichtig war. Seine Themen seien Barmherzigkeit und Hoffnung gewesen.

Schwarz: „Für mich ist sein geistliches Testament seine Enzyklika über das Herz Jesu („Dilexit nos – Über die menschliche und göttliche Liebe des Herzens Jesu Christi“). Das hat er vor dem Schluss der Synode im vergangenen Herbst veröffentlicht – das ist sein geistliches Programm.“ Und der Bischof zitierte den Papst aus dem letzten Kapitel der Enzyklika: „Ich bete zu Jesus, dem Herrn, dass aus seinem heiligsten Herzen für uns alle Ströme lebendigen Wassers fließen, um die Wunden zu heilen, die wir selbst uns zufügen, um unsere Fähigkeit zur Liebe und zum Dienen zu stärken, um uns anzutreiben, zu lernen, gemeinsam auf eine gerechte, solidarische und geschwisterliche Welt hinzuarbeiten.“ Er, so der Bischof abschließend, sei unendlich dankbar, dem Papst begegnet zu sein und „dass er die Kirche so liebevoll und zärtlich geführt hat“.

Gedenken in Klöstern und Pfarren

In den Klöstern und Pfarren der Diözese wurde auf vielfältige und herzerwärmende Weise des verstorbenen Papstes gedacht: So erinnerte das Stift Zwettl an den Apostolischen Segen, den das Bildungshaus Laudato Si‘ anlässlich seines 100-jährigen Bestandsjubiläums von Papst Franziskus erhalten hatte. In der Pfarre Horn wurde der Seniorennachmittag nicht ausgelassen im Pfarrsaal begonnen, sondern mit einem Auferstehungsgottesdienst in der Georgskirche und einem Gedenken an den Papst; auf der Homepage des Stiftes Lilienfeld erinnert sich Abt Pius Maurer an die Begegnungen mit Papst Franziskus und dankte ihm „für seine authentische, menschliche und herzliche Art, das Evangelium zu verkünden und zu leben“.

„Ich bin Papst Franziskus unendlich dankbar, dass er die Kirche so liebevoll und zärtlich geführt hat.“

Die Diözese St. Pölten hat in Erinnerung an Papst Franziskus ein Online-Kondolenzbuch aufgelegt, in dem Menschen ihre Trauer um Papst Franziskus, aber auch ihre Dankbarkeit für sein Wirken zum Ausdruck bringen können. Zahlreiche Menschen hinterließen bereits ihre Beileidsbekundungen und Danksagungen.

Da schrieb eine Familie: „Papst Franziskus hinterlässt ein Vermächtnis der Barmherzigkeit, der Demut und des weltweiten, interreligiös verbindenden Dialogs.“ Ein anderer Mann richtete sich direkt an den verstorbenen Papst: „Dankeschön Eure Heiligkeit für Ihren Glauben, Ihren Fortschritt und für Ihre Barmherzigkeit. In tiefer Verbundenheit möchten wir uns an Sie erinnern.“ Und ein weiterer Mann schrieb: „Da ich keinen Papa mehr habe, warst du mein Papa, Hirte und Mentor zugleich ... Ich bin traurig, dass du von uns gegangen bist.“ Und ein anderer Herr bekundete: „Lieber Papst Franziskus, mit tiefem Respekt und großer Dankbarkeit verneige ich mich vor deinem Lebenswerk. Du warst ein Pontifex der Nähe, der Hoffnung und der Menschlichkeit. Dein unermüdliches Eintreten für die Armen, dein Mut zur Veränderung und deine liebevolle Art haben die Welt bewegt. Finde deine letzte Ruhe und Danke für alles!“ Eine Frau schreibt: „Danke für die Vorbildfunktion, die du in der katholischen Kirche eingenommen hast und deine Nächstenliebe. Du hast keine Klassen oder Gesellschaftsschichten gesehen, sondern nur Menschen.“

Abrufbar ist das Online-Kondolenzbuch unter dem Link: www.dsp.at/kondolenzbuch-papst-franziskus.

Das Bild des lächelnden Papstes Franziskus steht vor dem Altar des St. Pöltner Doms.   | Foto: Ruth Brozek/Diözese St. Pölten
Wie in den allermeisten Pfarren wurde auch in Horn mit einem Bild an den verstorbenen Papst gedacht. | Foto: zVg
Das Stift Zwettl erinnert auf seiner Homepage an den Apostolischen Segen, den Papst Franziskus anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Bildungshauses Laudato Si‘ erteilt hatte. | Foto: zVg
Im Dom zu St. Pölten leitete Bischof Alois Schwarz eine bewegende Trauerfeier für den verstorbenen Papst und erinnerte an dessen Enzyklika „Herz Jesu“ als geistliches Vermächtnis von Franziskus. | Foto: Ruth Brozek/Diözese St. Pölten
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Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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