Christophorus-Sonntag:
Und der Segen fährt mit ...

Die MIVA Austria (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) startet ihre traditionelle Christophorus-Aktion und bittet Autofahrerinnen und -fahrer sowie alle Reisenden um ihre solidarische Unterstützung. „Pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent – oder umgerechnet einen Euro pro tausend Kilometern – für ein MIVA-Fahrzeug“ lautet die Spendenbitte. Jahr für Jahr werden von der MIVA Fahrzeugprojekte unterstützt. Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die Hilfe für Bildung und Ausbildung junger Menschen, etwa in Nepal und Kenia.

Segen: vom Kinderwagen über Kutschen bis zum PKW

Der traditionelle Christophorus-Sonntag – der jährliche Höhepunkt der Spendenaktion – ist heuer am Sonntag, 19. Juli. In vielen Pfarren finden Sammelaktionen und Fahrzeugsegnungen statt. Gesegnet werden vor den Kirchen Fahrzeuge, Traktoren, Kutschen, Fahrräder, Rollatoren, Kinderwagen, Scooter usw.

Das Hilfswerk MIVA führt zwei Beispielprojekte in Nepal und Kenia an: In die kirchliche Schule „Little Flower School“ in Sehari in Nepal gehen vorrangig Kinder der Minderheit der Tharu, die sich selbst „Menschen des Waldes“ nennt. Die Armut sei groß; die Familien könnten selbst keinen Transport zur Schule organisieren. Um den Kindern einen langen und vor allem in der Regenzeit gefährlichen Schulweg zu ersparen, sei bisher ein Schulbus im Einsatz, der allerdings nicht mehr ausreiche. Der Schulbus sei bereits jeden Morgen zweieinhalb Stunden unterwegs und könne trotzdem nicht alle Kinder abholen. Ein zweiter Bus soll Entlastung bringen. Dieser wird 33.000 Euro kosten.

Der Mühlviertler Verein „Arbing meets Africa“ führt in Kenia Non-Profit-Schulen. Zu einer bestehenden Grundschule hat er nun auch eine „Junior Secondary School“ gegründet. Die beiden Schulen bieten eine gediegene Bildung und versorgen die Schülerinnen und Schüler außerdem mit zwei Mahlzeiten täglich. Mit der Eröffnung der zweiten Schule wird ein zweiter Schulbus benötigt. Dieser kostet 50.000 Euro.

Mobilität ermöglicht Teilhabe

2025 wurden 252 Mobilitätsprojekte in 53 Ländern realisiert. Insgesamt wurden 2.694 Fahrzeugeinheiten mit einer Gesamtleistung von rund 4,9 Millionen Euro eingesetzt, darunter Fahrräder, Schulbusse, Geländefahrzeuge, Ambulanzen, Traktoren, Rollstühle, Dreiräder und sogar Maultiere. Die MIVA unterstützt Menschen in entlegenen und armen Regionen von Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa mit Fahrzeugen, um den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Arbeit zu sichern und in Notfällen Leben zu retten. Mobilität gilt dabei als entscheidende Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Selbstständigkeit und Entwicklung.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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