Immer am 13. jeden Monats
Fatima – Botschaft für eine unruhige Zeit
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
An jedem 13. im Monat – meist von Mai bis Oktober – feiern viele Gläubige in unserer Diözese das Fatima-Fest in den „Fatima-Kirchen“
Kriege in Europa und im Nahen Osten, gesellschaftliche Polarisierung, Zukunftsängste und eine wachsende Sehnsucht nach Orientierung prägen unsere Zeit. Gerade vor diesem Hintergrund gewinnt die Botschaft von Fatima neue Aktualität.
Als die Gottesmutter Maria 1917 den drei portugiesischen Hirtenkindern Lucia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto erschien, stand Europa im Ersten Weltkrieg.
„Wenn man das tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet, und der Friede wird kommen.“
Botschaft der Gottesmutter
Ihre Botschaft war keine politische Analyse, sondern ein geistlicher Weg zum Frieden: Gebet, Umkehr und Vertrauen auf Gott. Diese Einladung hat bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.
Für viele unserer Pfarren kann Fatima deshalb eine wichtige Inspiration sein. Sie sind berufen, Orte des Gebets, der Versöhnung und der Hoffnung zu sein. Wenn Menschen gemeinsam Eucharistie feiern, den Rosenkranz beten, die Gelegenheit zur Beichte – also zur Versöhnung – nutzen, füreinander einstehen und Notleidenden helfen, setzen sie konkrete Zeichen gegen Angst, Hass und Resignation.
Friede beginnt im Herzen
Fatima erinnert daran, dass Frieden nicht allein durch Verträge oder militärische Stärke gesichert werden kann. Aus christlicher Sicht beginnt dauerhafter Friede im Herzen des Menschen – dort, wo Versöhnung möglich wird und Gottes Liebe das Denken und Handeln prägt.
Gerade in einer Zeit großer Unsicherheit braucht die Welt Pfarren und Gläubige, die Hoffnung ausstrahlen. Die Botschaft von Fatima ermutigt dazu, den Blick auf Christus zu richten und darauf zu vertrauen, dass Gott auch in schwierigen Zeiten Geschichte schreibt. Dieses Vertrauen schenkt Kraft, Verantwortung zu übernehmen und als Christinnen und Christen glaubwürdig für Frieden, Gerechtigkeit und Nächstenliebe einzustehen.
Gerade nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Botschaft von Fatima in besonderer Weise verstanden, Pater Petrus Pavlicek war hierzulande ein großer Wegbereiter. Als am 15. Mai 1955 der österreichische Staatsvertrag unterzeichnet wurde und wenige Monate später der letzte ausländische Soldat Österreich verlassen hatte und Österreich frei wurde, war das ein Grund für große Dankbarkeit.
Die Fatima-Botschaft verkünden die zu den Feiern eingeladenen Priesterpersönlichkeiten oft in ihren Predigten.
Auch am 13. August werden viele Gläubige bei den Fatima-Feierlichkeiten in unserer Diözese um Frieden bitten und sich der Gottesmutter anvertrauen.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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